Erfurt: Günstigster ÖPNV deutschlandweit - Einzelticket kostet nur 2,90 Euro | Pressemeldung des ADAC Hessen-Thüringen e.V.
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Der ADAC hat die Ticketpreise im Öffentlichen Personennahverkehr in 25 deutschen Großstädten verglichen. Das Ergebnis: Die Preise sind in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich um 27 Prozent gestiegen – und damit etwas stärker als die Inflation. Das Deutschlandticket für 63 Euro monatlich beeinflusst zunehmend die Tarifgestaltung der Verkehrsverbünde. In Erfurt profitieren Fahrgäste von besonders günstigen Tarifen.
Erfurt bundesweit am günstigsten
Mit 2,90 Euro bietet Erfurt das günstigste Einzelticket aller 25 untersuchten Städte – als einzige Stadt unter der 3-Euro-Marke. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 3,68 Euro. Auch beim Tagesticket punktet die Landeshauptstadt Thüringens: Es kostet 7,40 Euro, während in Berlin 11,20 Euro fällig werden – allerdings gilt es in Erfurt nur bis Betriebsschluss (3 Uhr des Folgetages), wohingegen man in Berlin volle 24 Stunden fahren kann.
Wochenticket: Preiswert unterwegs
Erfurt gehört zu den 15 von 25 untersuchten Städten, die noch ein Wochenticket anbieten. Mit 26,50 Euro ist es nach München (23,80 Euro) und Magdeburg (26,10 Euro) das drittgünstigste im bundesweiten Vergleich. Zum Vergleich: In Hamburg kostet das Wochenticket 43 Euro, viele andere Städte haben diese Ticketart komplett aus dem Programm genommen.
Monatsticket günstig, aber teurer als Deutschlandticket
Das Monatsticket für die Tarifzone 10 (CityTarif) kostet in Erfurt 83,20 Euro, liegt damit nur rund 20 Euro über dem Deutschlandticket (63 Euro) und ist im Gegensatz zu diesem übertragbar. Im bundesweiten Vergleich rangiert Erfurt damit im günstigen Segment. Die teuersten Monatstickets gibt es in Bonn und Köln mit jeweils 140,50 Euro, das günstigste in München mit 71,40 Euro.
ADAC würdigt Tarifpolitik
„Erfurt zeigt, dass bezahlbarer ÖPNV auch für Gelegenheitsnutzer möglich ist", erklärt Lukas Berkel, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen. „Die moderate Tarifpolitik in Erfurt ist vorbildlich und kommt den Fahrgästen unmittelbar zugute. Wir hoffen, dass andere Verkehrsverbünde diesem Beispiel folgen und ihre Tarife stärker an den Bedürfnissen der Nutzer ausrichten."
Der ADAC begrüßt, dass das Deutschlandticket von Bund und Ländern bis 2030 finanziell abgesichert wurde. Dies schafft Planungssicherheit für Verkehrsverbünde, ihre Tarifangebote grundlegend zu überprüfen und den verschiedenen Nutzergruppen besser gerecht zu werden.
Methodik der Erhebung
Für den bundesweiten Preisvergleich wurden 25 Großstädte mit schienengebundenem ÖPNV untersucht. Verglichen wurden Einzel-, Tages-, Wochen- und Monatstickets für einen Erwachsenen in der Standard-Version für das jeweilige Stadtgebiet. In Erfurt bezieht sich die Erhebung auf die Tarifzone 10 (CityTarif). Preissteigerungen beziehen sich auf die 21 Städte, die bereits 2021 untersucht wurden.
Für die Recherche hat der ADAC KI-Tools verwendet. Mit deren Hilfe wurden die Ticketpreise im Januar und Februar 2026 auf den Webseiten der Verkehrsverbünde erhoben. Anschließend wurden die Daten jeweils von internen Mitarbeitern überprüft und gegebenenfalls korrigiert.
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