BGA Bundesverb. Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V.

BGA: Außenhandel behauptet sich in schwierigem Umfeld

    Berlin (ots) - "Der deutsche Außenhandel erzielte auch im April
2001 kräftige Steigerungsraten, obwohl die Konjunktur in wichtigen
Absatzmärkten sich spürbar abgekühlt hat. Unsere Außenwirtschaft
behauptet sich damit auch in einem zunehmend schwierigen
internationalen Umfeld." Dies erklärte Anton F. Börner, Präsident des
Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), zu den
neuesten Zahlen zum deutschen Außenhandel. Zuvor hatte das
Statistische Bundesamt die aktuellen Daten bekannt gegeben. Demnach
wurden im April 2001 von Deutschland Waren im Wert von 103,3
Milliarden DM (52,8 Milliarden Euro) ausgeführt und Waren im Wert von
93,1 Milliarden DM (47,6 Milliarden Euro) eingeführt. Die deutschen
Ausfuhren lagen damit im April 2001 um nominal 16,7 Prozent und die
Einfuhren um 18,5 Prozent höher als im April 2000. Der
Außenhandelsüberschuss stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht
auf 10,2 Milliarden DM.
    
    "Momentan zehren wir noch von den guten Auftragseingängen der
zweiten Jahreshälfte 2000. Hier rechnen wir mit einem leichten
Rückgang durch die Wirtschaftsschwäche in den USA und aufgrund der
verschlechterten Aussichten für Westeuropa", so der BGA-Präsident.
"Für die ersten vier Monate ergibt sich eine Steigerung der Ausfuhren
um 14,3 Prozent und der Einfuhren um 13,5 Prozent. Damit bestätigt
sich die Tendenz unserer Prognose vom Frühjahr, die für das
Gesamtjahr 2001 bei 12 Prozent Wachstum der Ein- und Ausfuhren
liegt", so Börner. "Besonders dynamisch entwickelten sich im April
die Exporte in die Drittstaaten außerhalb der Europäischen Union.
Diese stiegen um 23 Prozent, während die Exporte in die EU nur um
12,5 Prozent zunahmen."
    
    Ohne den Außenhandel würde die deutsche Konjunktur "in den Keller
fallen", sagte Börner. "Uns bereiten vier Faktoren Kopfzerbrechen:
Die schwächere Binnenkonjunktur, die steigende Inflation, der
schwache Außenwert des Euro und die zu hohe Arbeitslosigkeit. Wenn es
jetzt keine deutlichen Signale für wirtschaftsfreundliche
Strukturreformen aus der Politik gibt, wird der Bundeskanzler sein
Ziel beim Abbau der Arbeitslosigkeit nicht erreichen können." Der
Zuwachs der Erwerbstätigen habe sich im ersten Quartal 2001 gegenüber
dem Vorjahr auf unter ein Prozent verlangsamt, das Binnenwachstum
habe in diesem Zeitraum 1,6 Prozent betragen. Die Inflation habe,
nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes, im Mai 2001 bei
3,5 Prozent gelegen und der Euro konnte seine Schwächephase noch
nicht überwinden. Es sei daher eine "radikale Umkehr in der
Wirtschaftspolitik" notwendig, erklärte BGA-Präsident Börner in
Berlin.
    
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