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Nach Asbestfunden: NDR Bürohochhaus in Hamburg-Lokstedt bis auf Weiteres geschlossen

Hamburg (ots) - Bei Raumluftmessungen in mehreren Etagen eines Büro-Hochhauses des NDR in Hamburg-Lokstedt wurden in zwei Räumen im 14. Obergeschoss Asbestfasern nachgewiesen. Bei den nachgewiesenen Asbestfasern handelt es sich um Krokydolith-Asbest (so genannter Blauasbest). Nachdem die Ergebnisse am Mittwoch, 21. November, vorlagen, hat die Geschäftsleitung des NDR zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entschieden, das Haus bis zur Überprüfung aller Geschosse und der dann gegebenenfalls folgenden Sanierung sofort komplett zu schließen.

Derzeit wird intensiv nach Möglichkeiten gesucht, die über 300 betroffenen Arbeitsplätze provisorisch an anderer Stelle einzurichten, z. B. in Konferenzräumen. Auch Büroflächen in der Umgebung werden angemietet. Ebenso haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, mobil von zu Hause aus zu arbeiten. Die Sendesicherheit ist gegeben.

Das betroffene Gebäude stammt aus den 1970er-Jahren. Damals war asbesthaltige Füllmasse in Fugen zwischen den Geschossdecken verwendet worden; die Füllmasse war jedoch eingeschlossen und stand nicht in Verbindung mit der Raumluft. Bereits in der Vergangenheit waren vorsorglich Messungen vorgenommen worden, ohne dass Belastungen der Raumluft festgestellt wurden. Bei Sanierungs- und Umbaumaßnahmen im 12. und 13. Stock war festgestellt worden, dass die Abdichtungen asbestgestopfter Fugen teilweise beschädigt waren.

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