Neue Westfälische (Bielefeld)

Neue Westfälische (Bielefeld): Stalag 326 soll Gedenkstätte von nationaler Bedeutung werden

Bielefeld (ots) - Schloß Holte-Stukenbrock. Die Dokumentationsstätte des Stammlagers (Stalag) 326 in Stukenbrock, die an die Leiden und den Tod zahlreicher Kriegsgefangener aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunuion 1941 bis 1945 in dem Lager erinnert, soll zu einer Gedenkstätte von nationaler Bedeutung ausgebaut werden. Dafür setzt sich eine neue überparteiliche und fachliche Initiative ein, an deren Spitze der Präsident der NRW-Landtags, André Kuper (CDU), steht. Kuper will, wie er der in Bielefeld erscheinenden "Neuen Westfalischen" (Samstag-Ausgabe) sagte, die vielfältigen Aktivitäten rund um Stalag 326 in einem 15-köpfigen Lenkungskreis bündeln, um so besser ans Ziel zu kommen. Geplant sind eine profunde wissenschaftliche Aufarbeitung der Vorgänge auf dem Gelände in Stukenbrock, auf dem sich heute eine Polizeischule des Landres NRW befindet, und dem nahe gelegenen großen Ehrenfriedhof für sowjetische Soldaten sowie eine große Dauerausstellung. Die genaue Zahl der Toten ist bislang unbekannt, Schätzungen gehen von biszu 65.000 Opfern aus. Dem Koordinierungsgremium gehören neben dem Förderkreis Stalag 326, der die Aufarbeitung der Geschichte des Lagers schon seit Jahrzehnten betreibt, Landespolitiker von CDU, SPD, FDP und Grünen, die Detmolder Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl (FDP), der Europapolitiker Elmar Brok (CDU), der NRW-Kulturstaatssekretär Klaus Kaiser (CDU) und der Gütersloher Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) an. Der Lenkungskreis Stalag 326 kommt erstmals am Montag, 6. November in Schloß Holte-Stulkenbrock zusammen.

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