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Neue Westfälische (Bielefeld): Wechselmodell in der Kinderbetreuung Ein Sieg für die Kinder Miriam Scharlibbe

Bielefeld (ots) - Dass Eltern sich trennen, ist heutzutage keine Besonderheit mehr. Darum wird es Zeit, von veralteten Mustern bei der Sorgerechtssprechung abzuweichen. Mit dem Ende der Ehe endet nicht die gemeinsame Verantwortung für ein Kind. Das Urteil des Bundesgerichtshofs stärkt das Modell der gemeinsamen Betreuung. Damit stärkt es auch die Rechte der Väter. Vor allem aber legt es den Kindeswunsch endlich als wichtigstes Entscheidungskriterium fest. Kinder brauchen Sicherheit und Beständigkeit. Darum sahen Betreuungsmodelle der jüngeren Vergangenheit meist einen Lebensmittelpunkt vor. Der andere Elternteil - nicht selten der Vater - nahm das Kind jedes zweite Wochenende und in der Hälfte der Ferien zu sich. Das könnte sich nach diesem Urteil in vielen Familien ändern - auch gegen den Willen eines Elternteils. Das mag schmerzlich sein für eine Mutter oder einen Vater, der in einer schwierigen Lebensphase versucht, die beste Entscheidung für das Kind zu treffen. Es ist aber notwendig, wenn es die Kinder vor der grausamen Entscheidung bewahrt, zwischen Mama und Papa wählen zu müssen. Natürlich erfordert die gleichmäßig geteilte Betreuung zeitlichen und finanziellen Mehraufwand, genaue Absprachen, zwei komplett ausgestattete Kinderzimmer und viel Flexibilität. Aber wenn es funktioniert, sind Wochenendeltern passé. Das Kind kann Mutter und Vater als vollwertige Elternteile erleben. Dafür sollte sich die Mühe lohnen.

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