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Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Migrationsbericht vorgestellt Einwanderer braucht das Land alexandra jacobson, berlin

Bielefeld (ots) - Mag die Pegida-Bewegung auch Ängste vor der angeblichen Islamisierung schüren, die Zahlen des Migrationsberichts 2013 geben keinen Anlass für diese Befürchtungen. Wenn man der Religionszugehörigkeit schon solch große Bedeutung zumessen will, lässt sich festhalten, dass die meisten Zuwanderer Christen sind. Nur unter den Asylbewerbern stellen die Muslime eine knappe Mehrheit. Allerdings verlassen diese Flüchtlinge ihre Herkunftsländer fast immer wegen des islamistischen Terrors und dürften gerade deshalb nicht zu den Fundamentalisten gehören. In Wahrheit kommen zu wenige Einwanderer nach Deutschland, vor allem zu wenig qualifizierte. Insgesamt kamen 2013 nur etwa 215.000 Ausländer dauerhaft hierhin. Bedenkt man, dass hierzulande bis 2025 sechs Millionen Fachkräfte fehlen, mutet die Zahl eher gering an. Mit der Willkommenskultur scheint es auch nicht richtig zu klappen, sonst verließen wohl nicht so viele hochgebildete Türkischstämmige die Bundesrepublik in Richtung Türkei. Ein Zuwanderungsgesetz könnte dazu dienen, mehr Fachkräfte ins Land zu holen. Doch will die Politik das? Oder befürchtet man dann noch mehr Pegida?

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