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Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Krebsstudie der Weltgesundheitsorganisation Einfach nur normal behandeln MARTIN FRÖHLICH

Bielefeld (ots) - Betrachtet man nur die nackten Zahlen der Weltgesundheitsorganisation, könnte einem angst und bange werden. Die Prognose erwartet 2025 rund 50 Prozent mehr neue Krebspatienten pro Jahr als 2012. Doch Vorsicht vor Panikmache! Ganz so simpel ist die Lage nicht. So paradox es erscheint: Es ist indirekt der medizinische Fortschritt, der die Zahl der Krebsfälle in die Höhe treibt. Zum einen, weil die Weltbevölkerung rasant wächst und damit die Zahl der potenziellen Patienten. Zum anderen, weil die Menschen immer älter werden. Gewisse Krebsarten treten vermehrt in Lebensjahrzehnten auf, die noch vor 50 Jahren nur ein Bruchteil der Bevölkerung überhaupt erreichte. Es ist auch der medizinische Fortschritt, der die Überlebensraten steigen lässt. Längst gilt: Krebs ist nicht gleichbedeutend mit einem Todesurteil. Doch es fällt den Gesunden immer noch schwer, normal und angemessen mit den Kranken umzugehen. Dabei ist genau das für die Patienten so wichtig. Wer ums Überleben kämpft, möchte nicht auch noch um zwischenmenschlichen Kontakt und gegen Hemmschwellen kämpfen. Krebspatienten unterscheiden sich als Menschen nicht von Herzpatienten oder Dialysepatienten. Auch wenn sie vielleicht wegen der Chemotherapie gerade keine Haare haben und einen Mundschutz tragen. Behandeln Sie sie wie vor dem Krebs: einfach ganz normal.

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