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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Jahresauftakt der NRW-Ministerpräsidentin Feines Gespür FLORIAN PFITZNER, DÜSSELDORF

Bielefeld (ots) - Es scheint, als habe ihr der Weihnachtsurlaub gutgetan. Hannelore Kraft zeigte sich während ihres ersten Auftritts im neuen Jahr frisch erholt und entspannt. Ganz anders als noch zu Zeiten der Sondierungsgespräche und Koalitionsverhandlungen im "rauen Berlin". Souverän verteidigte die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin die heftig umstrittene Novelle des Hochschulgesetzes, stellte sich breitschultrig vor ihre Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, die derzeit recht unangenehme Wochen erlebt. Kraft übermittelte die rot-grüne Enttäuschung darüber, dass Unternehmen, zuletzt auch die Industrie- und Handelskammern, das Gesetz nach Ansicht der Koalitionäre missinterpretieren. Niemand stelle zum Beispiel den Anspruch an die Wirtschaft, ihre Forschungsaufträge bis ins Detail aufzudecken. Gleichzeitig gaben sich die Ministerpräsidentin und ihre Stellvertreterin Sylvia Löhrmann gesprächsbereit. Schließlich handelt es sich bei dem Papier nur um einen Referentenentwurf. Wie viele Kompromisse noch ausstehen, bleibt indes abzuwarten. Unterm Strich bewies Kraft ein feines Gespür für das politische Klima in NRW - anders als ihr CDU-Rivale Armin Laschet, der tags zuvor versucht hatte, die Causa Pofalla kleinzureden und als "mediale Diskussion" abzustempeln. Doch wer erinnert sich in zwei Wochen noch an diesen Fauxpas?

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