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Neue Westfälische (Bielefeld): Erschießung eines 17-Jährigen in Florida Tödliches Schnellschuss-Gesetz DIRK HAUTKAPP, WASHINGTON

Bielefeld (ots)

Dreiste Ablenkungsmanöver sind in Amerika Standard, wenn von Politikern verantwortete Missstände so krass zutage treten, dass es wehtut. Der Versuch, die Erschießung eines 17-jährigen Schwarzen durch einen geltungssüchtigen weißen Bürgerwehr-Wachmann mit Kleidungsvorlieben zu erklären, zeigt, wie sehr das "Land der Freien" sich selbst verloren hat. Kein Kapuzenpulli hat Trayvon Martin getötet, sondern ein Schnellschuss-Gesetz, das jedem an jedem Ort die Lizenz zum legalen Töten an die Hand gibt, der sich irgendwie bedroht fühlt. Amerikaner fühlen sich ständig bedroht. Misstrauen und medial erzeugte Angst haben sich wie lähmendes Gift in die Gesellschaft gefressen. Begünstigt von einem unausrottbaren Rassismus und laxesten Waffengesetzen, entladen sich oft nichtigste Alltagsstreitigkeiten in Blutbädern. Erst schießen, dann fragen. Hauptleidtragende sind Schwarze. Die grenzenlose Ausdehnung der Selbstverteidigung ist aus europäischer Perspektive eine Schandtat aus dem unbürgerlichen Gesetzbuch. Der Freiheitsbegriff, wie ihn die Waffenlobby definiert hat, ist mächtiger als die Gerechtigkeit, die Trayvon Martin posthum verdient hat. Die schwarze Bevölkerung wird sich das nicht länger gefallen lassen. Der Klassenkampf der Rassen geht in die nächste Runde.

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