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18.08.2011 – 18:39

Neue Westfälische (Bielefeld)

Neue Westfälische (Bielefeld): Führungswechsel bei Air Berlin Rosskur WOLFGANG MULKE, BERLIN

Bielefeld (ots)

Das Rezept kommt Bahnkunden mehr als bekannt vor. Strecken werden stillgelegt, Landeplätze aufgegeben und ein harter Sparkurs aufgelegt. So will Air Berlin mit dem neuen Chef Hartmut Mehdorn in die schwarzen Zahlen zurückfliegen. Bei der Bahn hat Mehdorn schon unter Beweis gestellt, wie die Bilanz mit derlei Mitteln wieder in Ordnung gebracht werden kann. Vor allem die Kunden mussten darunter leiden. Hoffentlich wird der Preis für die Passagiere während dieser Rosskur nicht zu hoch. Doch Air Berlin muss sich dringend wieder verbessern. Tiefrot sind die Zahlen, die durch Pech wie den Einbußen bei Flügen nach Nordafrika, und politische Vorgaben wie der Luftverkehrsabgabe so schlecht ausgefallen sind. Es wäre aus vielerlei Hinsicht schade, wenn es mit dem Unternehmen weiter bergab ging. Der scheidende Gründer des Unternehmens, Jochen Hunold, hat den fast monopolisierten Markt für Flugreisen aufgemischt und so zu den viel günstigeren Preisen für die Flüge viel beigetragen. Ein Billigflieger, der seinen Kunden an allen Ecken und Enden ans Portemonnaie geht und auf Service verzichtet, ist Air Berlin trotzdem nicht geworden. Es wäre wünschenswert, dass dies so bleibt. Schuld an der aktuellen Misere trägt nach Ansicht des Unternehmens die Luftverkehrssteuer. Das Argument ist nicht von der Hand zu weisen. Denn die zusätzlichen Kosten belasten die Fluggesellschaften unterschiedlich stark, je nachdem, welche Routen sie fliegen. Air Berlin steht dabei deutlich schlechter da als die Konkurrenz. Auch die Regionalflughäfen, die oft mit hohen Steuersubventionen aufgebaut wurden, büßen durch die Abgabe am Ende Flüge und Wirtschaftskraft ein. Wenn der Staat aber auf der einen Seite gewinnt, was auf der anderen wieder wegfällt, stellt sich die Frage nach dem Sinn einer Entscheidung.

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