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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Nationalpark Senne Warum nicht? CARSTEN HEIL

Bielefeld (ots) - Einem Vermieter flattert die Kündigung seines Mieters auf den Tisch. Er gedenke, im kommenden Jahr auszuziehen, schreibt der langjährige Bewohner des Hauses. Was tut der Immobilienbesitzer? Er macht sich Gedanken über die Zukunft seiner Anlage. So sollten sich auch die Verantwortlichen in Ostwestfalen-Lippe Gedanken darüber machen, was mit der Senne geschieht, wenn die Briten ihre Truppen im Jahr 2020 abziehen. Nun ist deutlich klarer geworden als bisher, dass die Zeit der Verbündeten von der Insel in OWL endlich ist. Für die Nationalpark-Debatte ist eine neue Chance entstanden. Da die Situation komplex ist, können die Beteiligten gar nicht früh genug damit anfangen, einen vernünftigen Diskussionsprozess in Gang zu bringen, damit sie nicht unter Zeitdruck geraten. Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg hat recht, wenn er auf den wirtschaftlichen und ökologischen Erfolg des bislang einzigen NRW-Nationalparks in der Eifel verweist. Die Kampfbegriffe aus der Vergangenheit ("OWL soll zum Urwald gemacht werden") sollten in der Mottenkiste bleiben. Denn die Region benötigt Ersatz für den wirtschaftlichen Verlust, den der Briten-Abzug mit sich bringen wird. Und die Region braucht Schutz für die Senne, um sie als einzigartige Kultur- und Naturlandschaft zu erhalten. Die Briten machen OWL mit der Senne im derzeitigen Zustand ein einzigartiges Geschenk. Die Region sollte es respektvoll behandeln. Ein Nationalpark - warum nicht?

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