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Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Wahlprogramm der SPD

Rostock (ots)

Den Machtwechsel wird die SPD nur schaffen, wenn es ihr gelingt, enttäuschte Wähler zurückzugewinnen. Allerdings hat die Sache zwei Haken. Kanzlerkandidat Peer Steinbrück mag noch so sehr betonen, eins mit diesem Programm zu sein. Er taugt nicht als Herold für "ein neues soziales Gleichgewicht", das sich die SPD auf die Fahnen schreibt und das sich auch viele wünschen. In den Köpfen der Menschen ist er als Finanzexperte und Agenda-Mann verankert. Dazu kommt, dass ihm der sozialdemokratische Habitus fehlt. Denen, die am unteren Ende der Einkommensskala stehen, vermittelt er nicht: Das ist einer von uns. Gerhard Schröder konnte das. Umgekehrt läuft die SPD Gefahr, mit diesem Programm die zu verprellen, die der Kandidat sehr wohl für seine Partei neu gewinnen könnte: gutverdienende Facharbeiter, Akademiker, Existenzgründer. Schröder sprach einst von der "neuen Mitte". Sie zahlt bei diesem Programm, die SPD hat sich von ihr verabschiedet. Wenn Sozialdemokraten von "breiten Schultern" sprechen, die mehr Last tragen sollen, ist die gehobene Mittelschicht gemeint.

Pressekontakt:

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Jan-Peter Schröder
Telefon: +49 (0381) 365-439
jan-peter.schroeder@ostsee-zeitung.de

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