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Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Aigners Nein zum Genfood

Rostock (ots) - Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) will eine von der EU-Kommission geplante Lockerung der Regeln für Gentechnik in Nahrungsmitteln verhindern. Das verdient Respekt. Denn damit stellt Aigner sich gegen eine internationale Lobby von Saatzuchtunternehmen und Lebensmittelherstellern. Und die ist nicht zu unterschätzen. Beim Tierfutter schuf die Agrarlobby bereits vollendete Tatsachen. Der Nahrung von Kuh oder Schwein dürfen - außer auf Ökohöfen - genveränderte Rohstoffe beigefügt werden. Obwohl der Anbau von Genfutter in Deutschland verboten ist. Billiges Import-Soja wird aber toleriert, weil es dazu beiträgt, die Preise für Fleisch niedrig zu halten. In diesem Bereich waren Proteste der Gentechnik-Gegner zu schwach, deshalb sieht Frau Aigner dort weniger Handlungsbedarf. Gut, dass sie wenigstens Konsequenz beweist, wo es direkt um Nahrungsmittel für Menschen geht. Bloß nicht wieder einknicken, Frau Ministerin!

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