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"Im Dialog - Alexander Kähler mit Charlotte Knobloch", PHOENIX-Programmhinweis für Freitag, 23. Juni 2006, 21 Uhr

    Bonn (ots) - Charlotte Knobloch ist die neue Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland. Die Vorsitzende der Münchner Gemeinde und bisherige Vizeprä-sidentin wurde einstimmig als Nachfolgerin von Paul Spiegel gewählt, der Ende April gestorben war. Mit Knobloch sitzt erstmals eine Frau an der Spitze der poli-tischen Dachorganisation, die fast 110.000 Juden in Deutschland vertritt. Die 73-Jährige wird vermutlich die letzte Holocaust-Überlebende in dieser Funktion sein. Ihr erklärtes Ziel ist es daher, die Erinnerung an die Judenverfolgung wach zu halten. Darüber hinaus will sie sich besonders an der deutschen Patriotismusde-batte beteiligen und die Integration jüdischer Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion verbessern. Als ihre erste Amtshandlung forderte Knobloch ein schärferes Vorgehen gegen die "explosive antisemitische Allianz" von Neonazis und dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad .

    Charlotte Knobloch wurde 1932 in München in eine jüdische Juristenfamilie ge-boren. Als Zehnjährige erlebte sie die Verhaftung ihres Vaters durch die Gestapo. Sie selbst überlebte die Shoah ab 1942 im Untergrund auf einem Bauernhof in Franken. Knobloch ist Witwe. Aus ihrer Ehe mit Samuel Knobloch stammen drei Kinder. In ihrer Heimatstadt ist es besonders der Plan des Neubaus eines jüdi-schen Gemeindezentrums mit einer Synagoge auf dem Jakobsplatz, den die Ehrenbürgerin der Stadt München engagiert vorantreibt.

    Charlotte Knobloch stellt sich vor - Im Dialog mit Alexander Kähler.

    Wiederholung um 0:00 Uhr und im Nachtprogramm.

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