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Vogt (SPD): Kein Zweifel an Integrationskraft Münteferings

    Bonn (ots) - Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Ute Vogt sieht die Position von Franz Müntefering in der geplanten großen Koalition trotz seines Rücktritts vom Parteivorsitz nicht geschwächt. In der PHOENIX-Sendung "Im Dialog" (Ausstrahlung Freitag, 21 Uhr) sagte sie: "Es gibt überhaupt keinen Zweifel an der Integrationskraft von Franz Müntefering. Ich glaube eher, dass sie noch gewachsen ist in den letzten Tagen, weil es auch ein starkes Bündnis geben wird mit ihm als Vizekanzler einerseits und dem neuen Parteivorsitzenden Matthias Platzeck andererseits." Dies könne "eine sehr starke Konstellation sein und deshalb denke ich, dass das sehr stark Hand in Hand gehen wird." Auf die Frage nach der möglichen Dauer einer großen Koalition sagte Vogt: "Wenn man so eine Regierung will und man gewählt ist für die Verantwortung von vier Jahren, dann muss man auch diese vier Jahre arbeiten." Zu Spekulationen, Matthias Platzeck werde nach zwei Jahren in die große Koalition eintreten und 2009 als SPD-Kanzlerkandidat antreten, sagte Vogt: "Es hat doch jetzt noch keinen Sinn, schon wieder Personaldebatten zu führen. (...) Es ist vor allem sinnvoll, dass man nicht permanent spekuliert, wer wann was wieder machen soll, sondern dass man sich jetzt an die Arbeit macht." Auf die Kritik von Bundeskanzler Schröder an ihrer Person antwortete die stellvertretende SPD-Vorsitzende bei PHOENIX, man müsse nicht alles, was gesagt werde immer auf sich selbst beziehen. Wörtlich sagte Vogt: "Es gibt ein wunderbares Zitat von Gerhard Schröder selbst, das da passt: 'Die Kritiker der Elche, waren früher selber welche.' Ich glaube, mit diesem Schröder-Zitat ist der Vorgang doch auch ausreichend beschrieben", so die SPD-Politikerin.

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