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phoenix-Erstausstrahlung: Terror, Krieg und der Traum vom Kurdenstaat - Donnerstag, 10. September 2015, 21.45 Uhr

Bonn (ots) - Die Kurden gelten als die schlagkräftigsten Gegner der Terrormiliz IS in Syrien und im Irak. Syrische Kurdenmilizen verhinderten die Einnahme von Kobane durch den IS und vertrieben die Fanatiker aus einer weiteren Stadt an der Grenze zur Türkei. Die Weltgemeinschaft hoffte bereits, dass die kurdischen Kämpfer auch den Marsch auf das syrische Al Raqqa, die inoffizielle Hauptstadt des sogenannten "Islamischen Staates", beginnen würden. Doch die Offensive ist vorläufig abgeblasen, seit die Türkei Stellungen der kurdischen Untergrundorganisation "PKK" im Nordirak bombardiert.

Die Kurden glauben, die türkische Führung wolle den IS nicht wirklich bekämpfen, trotz ihres Beitritts zur US-geführten Anti-IS-Koalition. Die Angriffe auf die PKK und das Misstrauen der Türkei gegen die syrischen Kurden zeigten, dass die Türkei vor allem eines verhindern wolle: eine starke und zunehmend autonome Kurdenregion an der Grenze zu Syrien.

Fast 2.000 Kilometer legte ARD Korrespondent Volker Schwenck mit seinem Team in den kurdischen Gebieten in acht Tagen zurück. Er traf den operativen Führer der kurdischen Untergrundorganisation PKK. Er begleitete Kämpfer an die Front nach Sindschar, das immer noch zum großen Teil von der Terrormiliz IS gehalten wird. Er reiste nach Hasakah und Tall Abiad, mehrheitlich arabische Städte, in denen arabische Milizionäre an der Seite der Kurden gegen den IS kämpfen. Und er besuchte das befreite Kobane. Die erfolgreiche Verteidigung der belagerten Stadt im Norden Syriens Anfang des Jahres war der erste große Sieg gegen den IS und gilt als wichtiges Zeichen für den kurdischen Aufbruch in der Region. Der Traum von einer autonomen kurdischen Provinz im Norden Syriens nimmt Gestalt an - sehr zum Missfallen der türkischen Führung.

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