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Freitag, 19. Mai 2000

    Mainz (ots) -          20.15 Uhr Schwerpunkt     Enschede - Sind Katastrophen unvermeidbar?

    Die Explosion der Feuerwerksfabrik im niederländischen Enschede zeigt wieder einmal, dass im Alltag größere Gefahren lauern als den meisten bewusst ist. Die Katastrophe beim Flugtag in Rammstein ist schon fast vergessen. Näher ist  das ICE-Unglück bei Eschede oder zuletzt in Brühl.

    Die Serie der Katastrophen wirft Fragen auf, die über den Einzelfall hinausgehen: Wie sicher ist das Leben in Deutschland? Wie groß ist das Risiko bei der Urlaubsreise im ICE, der Nachbarschaft zum Kernkraftwerk oder zur nächsten Feuerwerksfabrik? Können wir die Gefahren des Alltags einschätzen? Wer garantiert unsere Sicherheit?   Andreas Ernst diskutiert unter anderem mit Markus Schwarzer, WECO-Feuerwerksfabrik, und Wolfgang Röhr, Feuerwehr Düsseldorf.

    21.00 Uhr Das Inferno von Enschede     Chronik einer Katastrophe

    Eine Amateurkamera hält die gespenstische Szene fest: Erst schwirren Tausende von Feuerwerkskörpern durch die Luft, dann folgt eine gewaltige Explosion, Sekunden später reißt eine Druckwelle die Menschen zu Boden - am Ende brennt ein ganzer Stadtteil. Die Explosion eines Lagers für Feuerwerkskörper im holländischen Grenzort Enschede löst eine der verheerendsten Brandkatastrophen der letzten Jahre aus.

    Galt die ganze Aufmerksamkeit in den ersten Tagen der Rettung von Überlebenden und der Bergung der Opfer, so stellen sich inzwischen immer drängender die kritischen Fragen: Wie konnte es geschehen, dass eine Feuerwerksfabrik mitten in einem Wohngebiet mit hochexplosiven Stoffen produzieren durfte? Warum wurden Feuerwehrleute zu einem Löscheinsatz geschickt, ohne dass die Explosionsgefahr erkannt wurde? In seiner Chronik der Katastrophe verbindet Korrespondent Markus Schmidt die menschliche Tragödie von Enschede mit dem Erschrecken über offensichtliche Mängel und Versäumnisse, die für das Ausmaß des Unglücks mit verantwortlich sind.

    Film von Markus Schmidt
  
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