E-Mobilität: Höhere Spritpreise machen vollelektrisches Fahren attraktiver
- Mehr als vier Millionen Deutsche erwägen persönliche Mobilitätswende in absehbarer Zukunft
- Junge Menschen erwägen besonders häufig Um- oder Einstieg
- Fehlende Lademöglichkeiten zuhause bleiben großes Hemmnis
Essen, 29.06.2026 – Infolge der Spritpreisanstiege denken die Menschen um: Viele Deutsche reagieren durch sparsameres Fahren (41 Prozent) sowie häufigeres Zufußgehen und Fahrradfahren (16 Prozent) oder ÖPNV-Nutzung (35 Prozent). Sechs Prozent der Deutschen erwägen den Umstieg auf ein vollelektrisches Fahrzeug in absehbarer Zeit. Das sind Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Umfrage von YouGov unter 2.000 Befragten im Auftrag von ista.
Die Umfrage zeigt zudem, dass es sich bei den potenziellen E-Auto-Fahrern um besonders viele junge Menschen (18- bis 29-Jährige: 16 Prozent) und solche ohne eigenen Pkw (18 Prozent) handelt. Ein Hemmschuh bleibt – neben den Anschaffungspreisen – jedoch die Ladeinfrastruktur. Je knapp ein Drittel der Befragten gaben als Bedingung für ihre persönliche Mobilitätswende höhere Reichweiten sowie Lademöglichkeiten bei sich zu Hause an.
„Die Mobilitätswende ist bei vielen Menschen hierzulande zuletzt von einem eher abstrakten politischen Ziel in den ganz persönlichen Lebensbereich vorgedrungen“, sagt Christoph Klinck, Tribe Lead Commercial & Industrial bei ista und Geschäftsführer bei Chargemaker, der Ladeinfrastruktur-Tochter von ista. „Jetzt gilt es, längst bekannte Hemmschwellen zu beseitigen und die notwendige Ladeinfrastruktur möglichst rasch herzustellen. Im Mieterland Deutschland liegt dafür erhebliches Potenzial im Mehrfamilienhaussegment. Die individuelle Mobilitätswende beginnt in den eigenen vier Wänden.“
Nähe zur Wohnung und Preis entscheidende Kriterien für Ladepunkte
Unter den Bewohnern von Mehrfamilienhäusern gaben lediglich drei Prozent an aufgrund der Spritpreisanstiege auf ein E-Auto umsteigen zu wollen, also ein deutlich geringerer Anteil als der der Gesamtbevölkerung. So bemängeln auch rund 43 Prozent der E-Auto-Fahrer, die in Mehrfamilienhäusern leben, die fehlende heimische Ladeinfrastruktur. Kein Wunder: Denn der Ladeplatz zu Hause ist die beliebteste Option (51 Prozent aller E-Auto-Fahrer), gefolgt von öffentlichen Ladesäulen am Straßenrand oder Supermarkt (21 Prozent), bei der Arbeit (14 Prozent) oder an der Autobahn (neun Prozent).
„Zuhause laden zu können ist ein entscheidendes Argument für den Umstieg auf ein E-Auto. Nutzer profitieren vom Komfort des Ladevorgangs und vergleichsweise günstigen Stromtarifen. Das sollte vermehrt auch Bewohnern von Mehrfamilienhäusern ermöglicht werden“, sagt Klinck.
Bei der Auswahl des konkreten Ladepunktes ist für die Befragten E-Auto-Fahrer der Preis der wichtigste Aspekt (44 Prozent), gefolgt von der räumlichen Nähe bzw. dem Komfort (26 Prozent) sowie der möglichen Ladegeschwindigkeit (23 Prozent).
Über ista
Wir geben Häusern eine Zukunft. Das tun wir mit Produkten und Dienstleistungen, die dabei helfen, den CO2-Ausstoß von Gebäuden zu reduzieren. Dazu managen wir Daten und Prozesse, durch die Immobilien klimafreundlicher, sicherer und komfortabler werden. Die Basis für unsere Produkte und Services ist digital. Dabei sorgen wir dafür, dass wir den Wechsel zu unseren nachhaltigen Technologien für alle einfach machen. So ermöglichen wir jedem Menschen, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Wir haben weltweit bereits über 48 Millionen funkende Geräte im Einsatz und entwickeln Lösungen für energieeffiziente und zukunftssichere Gebäude. Wir beschäftigen über 6.600 Menschen in 21 Ländern und unsere Produkte und Services werden weltweit in über 14 Millionen Wohnungen und Gewerbeimmobilien eingesetzt – bei mehr als 470.000 Kunden. 2025 erwirtschaftete die erweiterte ista Gruppe einen Umsatz von 1.287 Millionen Euro. Mehr Informationen unter www.ista.com/de.
Kontakt für weitere Informationen
ista SE Corporate Communications E-Mail: media@ista.com