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11.03.2003 – 12:29

NABU

NABU: Krötenwanderung im Flachland hat bundesweit begonnen

    Bonn (ots)

Nach Angaben des Naturschutzbundes NABU haben sich
die Amphibien eine Woche nach dem Start im Südwesten jetzt bundesweit
auf den Weg zu ihren Laichgewässern begeben. Vom Bodensee bis Hamburg
entdeckten die Aktiven des NABU wandernde Gras- und Moorfrösche,
Erdkröten und Molche. Der NABU appelliert an alle Autofahrer, zum
Wohl der Amphibien wie auch der Amphibienschützer an entsprechend
ausgeschilderten Straßen möglichst langsam zu fahren.Nach dem
vorläufigen Ende der langen Frostperiode legen jetzt auch im Raum
Berlin die Amphibien los. Dort sind vielerorts die Zäune noch nicht
aufgestellt, da der Boden in der vorigen Woche noch hart gefroren war
und die Amphibienschützer vom NABU ihre Zaunbauversuche aufgeben
mussten. Als nun plötzlich die ersten Grasfrösche liefen, brachte das
auch die Naturschützer auf Trab. Alle verfügbaren Aktiven sind im
Einsatz, um schnell die zahlreichen Berliner Krötenzäune zu
installieren. Lediglich im äußersten Osten der Republik und in den
höheren Lagen ist der Startschuss noch nicht gefallen.
    
    Trotz bundesweit mehrerer hundert Amphibienzäune sowie
Krötentunneln und nächtlich gesperrter Nebenstraßen müssten die Tiere
laut NABU immer noch unzählige Straßen völlig ungeschützt überqueren.
Dabei liefen die Amphibien nicht nur Gefahr, von Autoreifen
zerquetscht zu werden. Messungen im Windkanal haben gezeigt, dass
Autos auch einen so genannten Strömungsdruck ausüben, dessen Stärke
direkt mit der Fahrgeschwindigkeit steigt und der zum tödlichen
Verhängnis für die Amphibien werden kann.
    
    Bereits bei moderaten 50 Stundenkilometern ist der Druck auf die
weichen Amphibienkörper fast immer tödlich. "Slalom fahrend die
Kröten und Frösche sozusagen zwischen die Reifen zu nehmen, hilft
leider überhaupt nicht", fasst NABU-Amphibienexperte Andreas Krone
die neuen Erkenntnisse zusammen: "Erst bei einem Abbremsen auf
ungefähr 30 Stundenkilometer haben die Tiere wieder eine gute
Überlebenschance."
    
    Im Internet bietet der NABU unter www.NABU.de Sonderseiten mit
aktuellen Nachrichten zum Fortgang der Laichwanderungen sowie eine
bundesweite Schutzzaun-Übersicht und naturkundliche Hintergrundinfos
an.
    
ots Originaltext: NABU Bonn
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Pressekontakt:
Für Rückfragen: NABU-Pressestelle, Tel. 0228-4036-141

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