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Internationaler Grand Prix der Vögel startet

    Bonn (ots) - Ab heute Mittag, 12:00 Uhr, heißt es Daumen drücken für den Zaunkönig. Der kleine Vogel geht mit der Startnummer 9 für Deutschland beim European Bird Song Contest "Bird Eurovision 2002" ins Rennen. Er hatte sich bei der vom Naturschutzbund NABU organisierten deutschen Vorentscheidung gegenüber Pirol, Spatz und Buchfink durchgesetzt. Nun muss er allerdings gegen 20 Konkurrenten antreten. Darunter so stimmgewaltige Sänger wie die für Dänemark startende Feldlerche oder die Singdrossel, die für Irland trällert. "Ich räume dem gesangsstarken Winzling gute Chancen ein. Seine schmetternden Triller werden sicher Eindruck machen", hofft NABU-Vogelschutzreferent Dr. Markus Nipkow.

    Welcher europäische Vogel nun am schönsten singt, darüber
entscheiden vom 25. April bis 25. Mai die Besucher der Internetseite
www.birdeurovision.org. Jeder Vogelgesang kann in einem Punktesystem
von eins bis fünf bewertet werden. Wie beim echten Song-Contest, darf
der Kandidat des eigenen Landes nicht gewählt werden und erscheint
deshalb nicht auf der deutschsprachigen Seite von
www.birdeurovision.org. Die abgegebenen Punkte werden addiert und am
25. Mai veröffentlicht. Die Informationen werden übrigens in
insgesamt sechs Sprachen - darunter auch Deutsch - angeboten.
Zusätzlich zur Zuschauerwahl dürfen auch die teilnehmenden
Partnerorganisationen von BirdLife International - für Deutschland
ist dies der NABU - zehn Vögel mit je zwölf, zehn, acht, sieben,
sechs, fünf, vier, drei, zwei und einem Punkt bewerten. Die beiden
estnischen Naturschutzorganisationen "Estonian Fund for Nature"
(estnische Partnerorganisation des World Wide Fund for Nature) und
die "Estonian Ornithological Society" (estnische Partnerorganisation
von BirdLife International) haben den Wettbewerb dieses Jahr
erstmalig ins Leben gerufen.
    
    Die Kandidaten des Europaen Bird Song Contest "Bird Eurovision
2002":
    
    Belgien: Blaukehlchen, Färöer: Austernfischer, Finnland: Amsel;
Estland: Nachtigall; Ungarn: Mariskensänger; Luxemburg: Nachtigall;
Malta: Gelbschnabelsturmtaucher; Slowakei: Zwergschnäpper; Slowenien:
Zwergschnäpper; Spanien: Trauersteinschmätzer; Schweden:
Blaukehlchen; Ukraine: Rauchschwalbe; Grossbritannien: Amsel;
Jugoslawien: Erlenzeisig; Deutschland: Zaunkönig; Belorussland:
Seggenrohrsänger; Dänemark: Feldlerche; Island: Goldregenpfeifer;
Bulgarien: Sumpfrohrsänger; Irland: Singdrossel; Zypern:
Mönchsgrasmücke.
    
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Ansprechpartner:
Dr. Markus Nipkow
NABU-Vogelschutzreferent
Tel. 0228-4036-155
Im Internet zu finden unter www.NABU.de

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