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18.04.2019 – 19:38

news aktuell GmbH

BLOGPOST Megatrend EQ: Die Zukunft liegt in unseren Emotionen

BLOGPOST Megatrend EQ: Die Zukunft liegt in unseren Emotionen
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Wir beginnen erst zu verstehen, dass Emotionen die treibende Kraft globaler und lokaler Gesellschaften sind. Der Weg in eine Emotionsgesellschaft zeichnet sich jedoch bereits seit einigen Jahren ab. Welche Rolle spielt EQ in Zeiten von digitaler Disruption und Künstlicher Intelligenz? Von Jörg Bernardy

Sie haben bestimmt schon davon gehört. In der VUCA-Welt* ist nichts mehr wie es mal war: Flüchtigkeit, Ungewissheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit regieren unseren Alltag. Um in der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts bestehen zu können, braucht man neben Sozialkompetenz und IQ mindestens noch EQ (Emotional Intelligence) und AQ (Adversity Intelligence). Die VUCA-Welt fordert von uns einen anderen Umgang mit Emotionen und neue Strategien zur Krisenbewältigung. Oder kurz gesagt: Emotionale Intelligenz und Resilienz.

Der Weg in die Emotionsgesellschaft

Im Zeitalter der digitalen Disruption wird immer klarer, dass gesellschaftlicher Wandel über Gefühle, Kommunikation und Beziehungen läuft.1999 sprechen die renommierten Forscher Luc Boltanski und Ève Chiapello vom "neuen Geist des Kapitalismus" und meinen damit: neue Formen der Zusammenarbeit in der Welt globaler Unternehmen, neue Spielarten der vernetzten Kommunikation, Demokratisierung, Flexibilität, flache Hierarchien und Teamspirit auf Augenhöhe. Ein paar Jahre später diagnostiziert die weltbekannte Soziologin Eva Illouz einen emotionalen Kapitalismus (2006). Darin wird der Umgang mit Emotionen zur Ressource und emotionale Intelligenz zu einem neuen Kapital erklärt.

Nicht zufällig ist die Positive Psychologie im letzten Jahrzehnt zu einer der einflussreichsten Disziplinen unserer Zeit aufgestiegen. Ihr geht es um die Entwicklung menschlicher Stärken und um das Erlangen von Selbstzufriedenheit. Auch im Silicon Valley hat man die Emotionen längst für sich entdeckt und begeistert sich für antike Techniken der Affektkontrolle und Selbstoptimierung. 2018 ruft das Frankfurter Zukunftsinstitut in einer Trendstudie den "Siegeszug der Emotionen" aus.

Emotionale Beziehungsfähigkeiten sind erlernbar

In Zeiten von Disruption und künstlicher Intelligenz sind persönliche und berufliche Vernetzung zwar weiterhin "Gold". Aber ohne echte Verbindung ist die beste Vernetzung wertlos. Deswegen sind emotionale Beziehungsfähigkeiten die neue Währung. Flache Hierarchien erfordern eine neue Gestaltung von Beziehungen. Emotionale Intelligenz meint daher auch in erster Linie das Erlernen von Beziehungsfähigkeiten. Das gilt für die Berufswelt genauso wie für unser Privatleben. Besonders eine produktive Unternehmenskultur ist darauf angewiesen, dass Menschen emotionale Beziehungen aufbauen und echte Verbindung herstellen können.

Ein globaler Kulturwandel in Wirtschaft und Gesellschaft

Es kann also kaum verwundern, dass Emotionale Intelligenz zu einem globalen Megatrend geworden ist. Übrigens auch als Gegengewicht zur künstlichen Intelligenz kommt sie wie gerufen. So steht EQ nicht nur für einen Kulturwandel, sondern für das Entstehen einer neuen emotionalen Intelligenzkultur. Damit sie gelingt, müssen die jüngeren und älteren Generationen näher zusammenrücken. Denn jedes Alter und jede Lebensphase haben ihre eigene emotionale Intelligenz. Auch das gilt es zu lernen.

*VUCA ist ein Kunstwort und steht für Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity.

Dr. Jörg Bernardy ist Philosoph, Autor, The School of Life Trainer und kreativer Impulsgeber für Gesellschaft, Politik und Medien. In seinen illustrierten Jugend-sachbüchern macht er komplexe Fragen und aktuelle Gesellschaftsthemen für den Alltag zugänglich.

Dieser Beitrag ist ein Original-Post aus dem news aktuell Blog:

https://treibstoff.newsaktuell.de/megatrend-emotionale-intelligenz/

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