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30.01.2019 – 14:45

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BLOGPOST: Von denen, die in die Zukunft blicken

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Influencer Marketing, KI, Podcasts und Mixed Reality: In den letzten Tagen haben wir uns hier im Blog die großen Hypebeasts 2018 angeschaut und festgestellt, dass sie auch in diesem Jahr weiterhin "hot" sind. Doch was sind eigentlich Trends und wann wird etwas zum Megatrend? Ulrich Köhler ist Trendforscher. Wie er arbeitet und was Trendforschung für Unternehmen leistet, erklärt der Geschäftsführer von TRENDBÜRO in unserem Gastbeitrag.

Von Ulrich Köhler

Ob Einhörner, Craft Beer oder Blockchain: Wann immer ein neues Phänomen den öffentlichen Diskurs bestimmt, ist der Ruf nach Trendforschung nicht weit. Dabei herrscht oft die Meinung vor, Trendforscher und -forscherinnen blickten in eine mehr oder minder genaue Kristallkugel, um Modeerscheinungen auf Jahre hinweg vorherzusagen. Hatte sie schon früher nur wenig mit dieser Vorstellung gemein, hat Trendforschung sich in den vergangenen Jahren immer weiter in Richtung Innovationsberatung weiterentwickelt. Denn immer häufiger ist es nicht nur der verpasste Trend, der Unternehmen beschäftigt, sondern die fehlende Kultur, Innovationen schnell voranzutreiben.

Seit 25 Jahren ist die Trendforschung auch in Deutschland populär. Ihre Grundlagen sind seitdem konstant: langfristige gesellschaftlich relevante Treiber - sogenannte Megatrends - identifizieren, ihren Einfluss auf den Wertewandel beobachten und daraus Schlüsse für unterschiedliche Branchen, Märkte und Zielgruppen ziehen. Ein Trend schließlich beschreibt dabei die Reaktion auf den beobachtbaren Wertewandel und damit verbundenen veränderten Bedürfnissen. Ein Trend manifestiert sich schon in frühen Phasen in neuen Produkt-/Serviceangeboten oder Geschäftsmodellen. Diese Trends basieren stets auf beobachtbaren Bedürfnissen und bieten daher gerade auch im Gegensatz zu bloßen Hypes oder Modeerscheinungen langfristige Planungssicherheit.

Von Trendforschung zu Innovationsmanagement

In der Praxis des Trendbüros zeigt sich, dass die Unsicherheit vieler etablierter Unternehmen gegenüber sich immer rascher verändernden Marktbedingungen, beispielsweise aufgrund von Digitalisierung und Globalisierung, zu einem hohen Innovationsdruck innerhalb dieser Organisationen führt. Oft mangelt es im Innovationsprozess aber neben den Impulsen für neue Ideen (dem klassischen Metier der Trendforschung) auch an ausreichender Geschwindigkeit in der Implementierung sowie disruptiven Ansätzen jenseits der Produktverbesserung. Zur Trendforschung gehören daher neben dem klassischen "Desk Research" sowie die Befragung von Branchenexperten und Konsumenten mittlerweile auch Werkzeuge wie die Vermittlung agiler Arbeitsmethoden, Social Media Listening, das gezielte Screening der Startup-Szene und selbst der Aufbau von Innovation-Hubs.

Letztlich sind es diese Tools und die Beratungsleistung der Trendforschung, die Unternehmen über die bloße Inspiration hinaus klare Handlungsempfehlungen geben und Methoden aufzeigen, die richtigen Trends zu erkennen, zu implementieren und darauf basierende Innovation schnell an den Markt zu bringen. Trendforschung, die sich als zeitgemäße Innovationsberatung versteht, weiß kurzfristige Hypes von richtungsweisenden Veränderungen zu unterscheiden und Unternehmen den Weg zu mehr Innovationskraft zu zeigen.

Dieser Beitrag ist ein Original-Post aus dem news aktuell Blog:

https://www.newsaktuell.de/academy/trendforschung-ulrich-koehler/

Beim news aktuell-Blog geht es um die Themen Kommunikation, PR, Pressearbeit, Journalismus/Medien, Marketing und Human Resources. Und manchmal auch um news aktuell selbst.Welche Trends, welche Apps, welche Themen bewegen Kommunikations-, Marketing- und HR-Fachleute heute? Wie sieht unser Arbeitstag aus? Was ist wichtig für die Karriere? Damit wollen wir uns beschäftigen. Wir zeigen was die Branche antreibt. In Best Practice, in Interviews oder in Gastbeiträgen.