Das könnte Sie auch interessieren:

Big Bang zum Abschluss: Wer gewinnt das Finale der ProSieben-Show "Masters of Dance"?

Unterföhring (ots) - Wer gewinnt die ProSieben-Show "Masters of Dance"? Im großen Finale am Donnerstag, 10. ...

Zwischen Lob und Selbstzweifel: die "Dancing on Ice"-Promis vor ihrer zweiten Kür auf dem Eis - am Sonntag live in SAT.1

Unterföhring (ots) - Bezaubernde Kür oder große Rutschpartie? Sieben Prominente wagen ihren zweiten Tanz auf ...

"Die Geissens" werden in den Adelsstand gehoben

München (ots) - "Die Geissens" zwischen Obertauern und Paris - Neue Doppelfolge über Deutschlands wohl ...

11.01.2002 – 08:00

Greenpeace e.V.

Massentierhaltung - kommt nicht in die Tüte
Greenpeace protestiert gegen Fleisch aus Massentierhaltung auf "Grüner Woche"

    Berlin (ots)

Zum Start der "Grünen Woche" protestiert Greenpeace
heute vor dem Messegelände in Berlin mit Teufelkostümen und einer
fünf Meter hohen Einkaufstüte gegen Nahrungsmittel aus der
Massentierhaltung. Die Aktivisten, deren Verkleidung die Embleme der
großen Supermarktketten tragen, bieten Passanten symbolisch Fleisch
an, in dem eine Medikamenten-Spritze steckt. Auf der Riesentüte
steht: "Massentierhaltung - kommt mir nicht in die Tüte". Greenpeace
richtet sich mit der Aktion gegen die großen Supermarktketten Aldi,
Edeka, Lidl, Metro, Rewe, Spar und Tengelmann, die immer noch zum
größten Teil Fleisch verkaufen, dass aus der Massentierhaltung
stammt.
    
    "Supermärkte müssen bei ihren Fleischlieferanten auf Qualität
bestehen und eine bessere Erzeugung einfordern", sagt Martin
Hofstetter, Greenpeace-Landwirtschaftexperte. "Auch bei
konventioneller Fleischproduktion dürfen die Tiere nicht zu Gunsten
von Dumpingpreisen eng in den Ställen zusammengepfercht werden.
Solange der Preiskampf der Supermärkte an der Fleischtheke
ausgetragen wird, kann sich am Elend in den Ställen nichts ändern."
    
    Greenpeace fordert darüber hinaus von der Centralen
Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA), das
geplante Siegel für konventionelle Nahrungsmittel komplett zu
überarbeiten. "Die Kriterien, nach denen das künftige Siegel vergeben
werden soll, werden so gut wie keine Verbesserungen für Verbraucher,
Umwelt und Tiere bringen. Es hat den Anschein, als wolle die CMA am
liebsten gar nichts ändern", sagt Hofstetter.
    
    In den Ställen stehen Kühe, Schweine, Rinder und Hühner viel zu
dicht. Sie sehen kein Tageslicht, wachsen zu schnell, erkranken oft
und werden zum Teil mit genmanipuliertem Futter gemästet. Die großen
Mengen an Antibiotika, die verabreicht werden, gefährden auch die
Gesundheit von Menschen.  
    
    Greenpeace fordert, dass Nahrungsmittel nur dann das CMA-Siegel
erhalten, wenn deutlich strengere Auflagen gelten, als nach dem
Gesetz vorgeschrieben. So dürfen Schweine oder Rinder nicht ihr
ganzes Leben lang angebunden oder in Käfigen gehalten werden. Tiere,
deren Fleisch das geplante Qualitätszeichen erhält, sollten darüber
hinaus ohne genmanipuliertes Futter und ohne antibiotische
Leistungsförderer gefüttert werden.
    
    Auch Produkte von Schweinen oder Rindern, die auf Vollspaltenböden
ohne Stroh stehen, verdienen kein Qualitätssiegel. Tiere, die
einseitig auf Leistung etwa auf Muskelmasse gezüchtet sind und in der
Folge unter Organ- und Gelenkschäden leiden, sollten grundsätzlich
nicht mehr gehalten werden. Außerdem sollte auf der Packung zu
erkennen sein, ob das Fleisch aus anderen Ländern stammt. Nur so kann
man etwa Länder umgehen, in denen Hormonzusätze im Futter erlaubt
sind oder Tiermehl verfüttert wird.
    
    
ots Originaltext: Greenpeace
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Achtung Redaktionen:

Für Rückfragen erreichen Sie Martin Hofstetter,
Landwirtschaftsexperte, Tel: 0171-8780-830 oder Pressesprecherin
Svenja Koch, Tel: 0171-8780-828. Foto- und Filmmaterial (Beta-SP)
sowie ein Hintergrundpapier stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Internet-Info: www.greenpeace.de

Original-Content von: Greenpeace e.V., übermittelt durch news aktuell

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Greenpeace e.V.
  • Druckversion
  • PDF-Version

Themen in dieser Meldung