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Aktueller Test des Wirtschaftsmagazins FINANZEN ergibt: Fondsberatung bei deutschen Banken unzureichend

    Hamburg (ots) - Rund 70 Prozent aller Fonds-Anteile werden in
Deutschland von Bankfilialen unters Volk gebracht. Der Qualität der
Beratung kommt daher entscheidende Bedeutung zu. Vor diesem
Hintergrund hat die Zeitschrift FINANZEN (www.finanzen.net) in ihrer
Septemberausgabe (EVT: 24. August 2001) mehr als 100 Bankfilialen zum
Thema "Fondsberatung bei Privatanlegern" getestet.
    
    Das Ergebnis ist erschreckend, so das Fazit der
FINANZEN-Redaktion: "Wer eine Bankfiliale aufsucht, geht ein hohes
Risiko ein", sagt FINANZEN-Chefredakteur Klaus Meitinger. "Die
Beratungsqualität innerhalb der Filialen eines Instituts ist extrem
unterschiedlich. Ob man als Kunde gut oder schlecht beraten wird, ist
offenbar Glückssache."
    
    Für den Test wurden in ganz Deutschland nach dem Zufallsprinzip
Filialen der Citibank, Commerzbank, Deutsche Bank 24, Dresdner Bank,
HypoVereinsbank, Postbank sowie der Sparkassen und Volksbanken
ausgewählt. Im Testfall sollte ein Erbe von 50 000 Mark in Fonds
angelegt werden.
    
    Auf Platz eins der Gesamtwertung liegt mit 266 von 390 möglichen
Punkten die Citibank. Platz zwei geht mit 227,5 Punkten an die
Deutsche Bank 24, gefolgt von HypoVereinsbank (199,5 Punkte),
Commerzbank (182 Punkte), Sparkassen (178 Punkte) und Volksbanken
(159,5 Punkte). Die Dresdner Bank landete mit 155 Gesamtpunkten
lediglich auf dem vorletzten Platz. Schlusslicht bildet mit 131,5
Punkten die Postbank.
    
    FINANZEN-Chefredakteur Klaus Meitinger: "Nur in zehn der insgesamt
104 aufgesuchten Filialen machten sich die Berater die Mühe, all jene
Fragen zu stellen, die für die Fondsanlage entscheidend sind. 'Warum
sich lange mit den Fragen quälen', so lautet offenbar die Devise,
'verkaufen ist doch so viel einfacher'. Nur die bunten Prospekte auf
den Tisch, ein bisschen pseudoklug herumreden - und wieder ist ein
neuer Kunde gewonnen."
    
    Vor allem in drei Bereichen wiesen zahlreiche Bankfilialen
Schwachstellen auf: bei der Erstellung des Anlegerprofils; bei der
sinnvollen Vermögensstrukturierung und bei den konkreten
Fonds-Empfehlungen. Viele Bankfilialen empfehlen weiterhin lediglich
die von ihrem Mutterkonzern aufgelegten Fonds - also häufig nicht die
für den Anleger besten Fonds.
    
    Der komplette Test, der durch eine mehrseitige
Fondsberatungsgeschichte abgerundet wird, erscheint in der neuesten
Ausgabe des Wirtschaftsmagazins FINANZEN, ab 24. August 2001 für 9,80
Mark im Handel. Außerdem gibt FINANZEN Tipps dazu, welche Fragen
Privatanleger bei einem Beratungsgespräch in der Bank unbedingt
stellen sollten.
    
    Zitate aus der Pressemeldung sind nur mit Quellenangabe FINANZEN
zur Veröffentlichung freigegeben.
    
    
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