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STIEBEL ELTRON

Ein deutscher Klassiker macht Wendekarriere
500 000 Wärmepumpen heizen den ökologischen Umbau an

Berlin (ots)

Ein Marktjubiläum innovativer Technik zur Umrüstung auf erneuerbare Energien geht in diesen Wochen fast unbemerkt über die Bühne - die 500.000. Installation einer Wärmepumpe unter deutschen Dächern. Einiges spricht dafür, dass sie von ihrem Pionier Stiebel Eltron stammt. Zwar zogen nach Einführung dieses Stücks deutscher Ingenieurskunst in der Ölkrise vor 40 Jahren andere Hersteller nach, doch noch immer stammt etwa jede dritte der installierten Anlagen aus den Fertigungsstätten des Marktführers in Holzminden. Und auch für die Zukunft sieht es nach kräftigem Zuwachs aus.

Die Erfolgsgeschichte dokumentiert: Es hängt oft weniger von den Big Players ab, ob sich eine Marktidee durchsetzt, als von mittelständischen Firmen mit Instinkt, Know-how und Kundennähe. So auch bei der Wärmetechnik, die dem Wärmeunternehmen Stiebel Eltron zu einem Siegeszug verhalf. Zunächst vor allem in Deutschland - einem Land, das schon immer etwas mehr dafür übrig hatte, naturnah und fortschrittlich zugleich zu sein. Und das es gemütlich warm zu Hause haben will. Genau diesen Marktnerv traf schon Unternehmnsgründer Theodor Stiebel, als er 1924 die Kunden mit einem neuen energieeffizienten Haushaltsgerät beglückte, dem Ringtauchsieder, der Kaffee- und Teewasser schneller zum Kochen brachte als die bisher unförmigen Kolbentauchsieder.

Die zweite ingenieurhafte Sternstunde schlug dem Familienunternehmen in den Aufstiegsjahren der Nachkriegszeit, als die Deutschen sich etwas besser und moderner in den neu hochgezogenen Wohngebäuden einrichten wollten. In den Badezimmern und Küchen zog der Stiebel-Eltron-Durchlauferhitzer ein. Warmes Wasser sofort und nur so viel, wie gerade gebraucht wird. Die Gründungsformel funktionierte wieder: Technik zum Wohlfuhlen und halt energieeffizient. Auf diesem Sektor ist Stiebel Eltron bis heute Weltmarktführer.

Und dann die historische Erfahrung in der ersten Ölkrise. Auf einmal blieb die Ressource aus, mit der man wie selbstverständliche umging und die bis dahin für unerschöpflich gehalten wurde: das Öl . Mit dem gleichen Instinkt und Ingenieursgeist stieß Gründer-Sohn Ulrich Stiebel, der - wie er gerne erzählt - "im Labor des Vaters groß geworden" war, eine Entwicklung an, die rasch Fahrt aufnahm - die Wärmepumpe. Sie nutzt die natürliche Grundwärme in den Elementen Erde, Wasser, Luft und "pumpt" sie in einem gar nicht so komplexen, aber technisch raffiniert durchdachten energetischen Vorgang so hoch, dass sie als Raum- und Wasserwärme zur Verfügung steht. Eine Lösung bester deutscher Ingenieurstradition - und pur ökologisch. Bis auf einen Schönheitsfehler: für den Prozess wird Strom benötigt. Und das war in Zeiten des Atomstroms ein Image-Handicap, obwohl mit der Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom das Drei- bis Vierfache an Wärmeenergie gewonnen wird.

Nun ist die Energiewende angesagt. Strom kommt immer mehr aus erneuerbaren Energien, auf deren Seite sich die instinktsicheren Pioniere von Anfang an vehement geschlagen haben und den deutschen Klassiker der Energiewende technisch ständig vorantrieben. Rudolf Sonnemann, Vorsitzender der Geschäftsführung des Holzmindener Unternehmens, sieht die Wärmepumpentechnik auf der Basis grünen Stroms nicht nur von jedem Stigma befreit, sondern vielmehr als Momentum der ökologischen Neuausrichtung: "Mit der Wärmepumpe hört der CO2-Ausstoss auf, sie macht unabhängig von Erdöl und Erdgas und bildet mit der Sonnen- und Windenergie ein hocheffizientes Bündnis.

So wird denn auch nach Vorstellungen von Stiebel Eltron eine wirkliche Energiewende in modern ausgestatteten Häusern aussehen: Photovoltaikkollektoren auf dem Dach liefern den Strom für die Wärmepumpe im Keller. Die besorgt den gesamten Wärmehaushalt und hat dafür Reservepuffer, wenn die Sonne nicht genügend scheint. Ein intelligentes Regelsystem sorgt für eine reibungslose Prozesssteuerung. Die Kompaktgeräte von heute ermöglichen überdies, was im Zeitalter der gut gedämmten Häuser immer wichtiger wird, nämlich eine stimmige, gesunde Belüftung.

Auch auf Durststrecken, als das Öl wieder reichlicher und billiger floss, war der traditionsreiche Mittelständler seiner Innovation treu geblieben. "Wir wussten immer, dass unsere Zeit noch kommt", erinnert sich der 62 jährige Ingenieur und promovierte Betriebswirt Stiebel. Er hatte erkannt, dass ein energiepolitischer Umbau, wie er nunmehr politisch programmiert ist, nur bei einer ökologischen Modernisierung der Gebäude in Deutschland funktioniert. Genauer gesagt: mit einer Modernisierung von deren Heizungsanlagen. Energieeffizienz heißt die Devise. Drei Viertel der etwa 18 Millionen Heizungen hierzulande sind veraltet und müssen erneuert werden. Am besten natürlich mit einer Umrüstung auf Wärmepumpen aus Deutschland, die sich auch auf Auslandsmärkten reger Nachfrage erfreuen.

Der Bundesverband Wärmepumpe in Berlin prognostiziert für das Jahr 2030 eine Versiebenfachung des Bestandes in Deutschland mit dann 3,5 Millionen Installationen, wenn die politischen Rahmenbedingungen konsequent auf Effizienz zielen. Denn genau die wird für das Gelingen des energiepolitischen und volkswirtschaftlichen Großvorhabens gebraucht. Rudolf Sonnemann, der in den vergangenen Monaten "wie kein anderer aus dem Unternehmerlager" (Wirtschaftswoche") Regierung und Kanzlerin wegen der sich verschleppenden Energiewende attackierte, nennt denn auch dafür eine Voraussetzung: "Die Wende muss politisch an Fahrt gewinnen."

Pressekontakt:

M Com Projekt
Heinz Klaus Mertes
hkm@mcomtv.de
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