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CMS European M&A Outlook 2027: Megadeals von M&A-Akteuren trotz geopolitischer Turbulenzen

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Lückenschluss: CMS European M&A Outlook 2027

Megadeals von M&A-Akteuren trotz geopolitischer Turbulenzen

  • Trotz einer Reihe globaler Turbulenzen bleiben die M&A-Akteure im Hinblick auf die Transaktionsaussichten in Europa im kommenden Jahr optimistisch.
  • Die Anzahl der Transaktionen im ersten Halbjahr 2026 lag bei nahezu 9.500, 5 % weniger als im gleichen Zeitraum 2025.
  • Trotz dieses zahlenmäßigen Rückgangs stieg der aggregierte Transaktionsertrag im ersten Halbjahr auf 723 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 54 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht und auf eine Zunahme von Megadeals zurückzuführen ist.
  • In unserer Umfrage unter 250 M&A-Akteuren aus den Bereichen Corporate und Private Equity gehen fast zwei Drittel der Befragten (64 %) davon aus, dass die Zahl der M&A-Transaktionen in Europa in den nächsten zwölf Monaten steigen wird – eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr, als die Hälfte der Akteure einen Anstieg prognostizierte.
  • Mehr als ein Drittel der Befragten (35 %) sehen Inflations- und Zinsdruck als größtes Hindernis für M&A-Transaktionen in Europa im kommenden Jahr. Auch Bewertungsunterschiede zwischen Verkäufern und Käufern (33°%) sowie Finanzierungsschwierigkeiten (27 %) werden als anhaltende Probleme identifiziert.
  • Auf der Käuferseite nennen die Befragten die Digitalisierung (33 %) und Sanierungsmöglichkeiten (30 %) als entscheidende Treiber für Transaktionen, während auf der Verkäuferseite die Kapitalbeschaffung für die Expansion in wachstumsstärkere Bereiche (49 %) sowie steigende Bewertungen (42 %) als wesentliche Anreize erwartet werden.
  • Die Mehrheit der Befragten (88 %) hat in den letzten zwölf Monaten einen von US-amerikanischen Bietern ausgelösten sprunghaften Anstieg der M&A-Aktivitäten in Europa beobachtet, und 95 % gehen davon aus, dass dieses Interesse im kommenden Jahr weiter zunehmen wird.
  • Nach Ansicht der Befragten werden die Benelux-Region (38 %) sowie das Vereinigte Königreich und Irland (ebenfalls 38 %) in den nächsten zwölf Monaten den stärksten Anstieg im Transaktionsgeschäft verzeichnen, gefolgt von der Iberischen Halbinsel (31 %) und Italien (22 %), die weit vor Frankreich und Deutschland liegen, was von größerem wirtschaftlichem Vertrauen in die Region Südeuropa zeugt.
  • Die Hälfte der Befragten hält Private-Equity-Kapital für die am leichtesten zugängliche Finanzierungsquelle in den nächsten zwölf Monaten, gefolgt von Barreserven (42 %) und Bankkrediten (40 %).

(Freitag, 11. September 2026): Laut dem CMS European M&A Outlook 2027 rechnen fast zwei Drittel der M&A-Akteure ungeachtet geopolitischer Turbulenzen mit einer Zunahme des europäischen Transaktionsgeschäfts in den nächsten zwölf Monaten. Der Ausblick wurde jetzt in Zusammenarbeit mit dem Finanzdaten-Unternehmen Mergermarket veröffentlicht.

Trotz des Kriegsausbruchs im Iran und der damit einhergehenden Hormus-Krise – die zu höheren Energiepreisen und einer erneuten Inflation führten – gab es im ersten Halbjahr rege M&A-Aktivitäten in Europa. Das Transaktionsvolumen ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um lediglich 5 % zurück, doch die eigentliche Entwicklung zeigt sich am oberen Ende des Transaktionsmarktes: Der aggregierte Transaktionsertrag stieg im Jahresvergleich um beeindruckende 54 % und erreichte 723 Milliarden Euro. Was belegt, dass Megadeals ein Comeback erlebten.

Louise Wallace, Leiterin der CMS Corporate/M&A Group, führt dazu aus: „Die zentrale Botschaft für 2027 ist, dass Unsicherheit das Transaktionsgeschäft nicht mehr grundsätzlich ausbremst. Unternehmen und Investoren stellen sich zunehmend darauf ein, mit volatilen Rahmenbedingungen umzugehen, anstatt strategische Entscheidungen auf vermeintlich ruhigere Zeiten zu verschieben.“

Digitalisierung und steigende Bewertungen

Den Befragten zufolge wird auf der Käuferseite die Digitalisierung in den nächsten zwölf Monaten der wichtigste Treiber für M&A-Aktivitäten in Europa sein: 33 % nannten diesen Faktor als einen ihrer beiden wichtigsten Gründe, und 18 % stuften ihn als wichtigsten Faktor ein – ein Ergebnis, das mit den steigenden Investitionen in die Bereiche Digitalisierung und künstliche Intelligenz im Einklang steht. Sanierungsmöglichkeiten belegen insgesamt den zweiten Platz (30 %), während Konsolidierungen an dritter Stelle stehen (27 %).

Im Gegensatz zu unserer letzten Studie, in der erwartet wurde, dass die Kapitalbeschaffung für die Expansion in wachstumsstärkere Bereiche als Katalysator für M&A-Aktivitäten auf der Verkäuferseite von geringster Bedeutung sein würde, erweist sich dieser Faktor in diesem Jahr als der bedeutendste und wird von insgesamt 49 % der Befragten genannt.

Finanzierungsschwierigkeiten

Mehr als die Hälfte der Befragten (58 %) geht davon aus, dass sich die Finanzierungsbedingungen in Europa in den nächsten zwölf Monaten verschlechtern werden, was auf den Zinsdruck und die verschärften Kreditvergabekriterien in der Region zurückzuführen ist. Diese Zahl stellt jedoch trotzdem eine deutliche Verbesserung gegenüber unserer vorherigen Umfrage dar, bei der mehr als drei Viertel der M&A-Akteure (78 %) mit einer Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen rechneten.

Was die wichtigsten Kapitalquellen betrifft, so ist die Hälfte der Befragten der Ansicht, dass Private Equity im kommenden Jahr die am leichtesten zugängliche Finanzierungsquelle sein wird, da die Reserven an verfügbarem Kapital bei den Finanzinvestoren nach wie vor enorm sind und Private-Equity-Gesellschaften unter Druck stehen, dieses Kapital zu investieren.

Schauplatz im Süden

Zwar heben die Befragten weiterhin die Benelux-Länder sowie das Vereinigte Königreich und Irland als die beiden Regionen hervor, die in den nächsten zwölf Monaten das stärkste Wachstum bei M&A-Transaktionen verzeichnen werden, doch haben die südeuropäischen Märkte in den Einschätzungen der Transaktionsakteure in jüngster Zeit an Bedeutung gewonnen. Fast ein Drittel (31 %) der Befragten ordnet die Iberische Halbinsel auf den ersten beiden Plätzen ein, was die Förderung von M&A-Transaktionen betrifft, während 22 % dies von Italien sagen, das im vergangenen Jahr den vorletzten Platz belegte. Da die BIP-Wachstumsraten in Südeuropa deutlich über dem Durchschnitt des Euroraums liegen, festigt die Region ihren Ruf als Anziehungspunkt für internationale M&A-Transaktionen.

Zustrom aus den USA

Angesichts des steigenden Interesses US-amerikanischer Käufer an europäischen Vermögenswerten – bei denen die Bewertungen in der Regel weniger hoch sind als bei vergleichbaren Objekten in den USA – gibt die Mehrheit der Befragten (88 %) an, dass sie in den letzten zwölf Monaten in der Region eine zunehmende Aktivität von US-Käufern beobachtet hat. Die Befragten erwarten, dass sich dieser transatlantische Trend fortsetzen wird: 95 % gehen davon aus, dass das Interesse US-amerikanischer Käufer an europäischen Vermögenswerten im kommenden Jahr zunehmen wird.

Ausblick auf das Jahr 2027

Obwohl Megadeals im ersten Halbjahr 2026 die Schlagzeilen beherrschten, scheinen europäische M&A-Akteure in den kommenden zwölf Monaten eher zu werthaltigen Investitionen zu tendieren. Käufer halten Ausschau nach Sanierungsmöglichkeiten und legen Wert auf kreative Lösungen, um Bewertungslücken zu schließen. Verkäufer konzentrieren sich unterdessen auf die Widerstandsfähigkeit ihres Kerngeschäfts, wozu auch die Prüfung von Veräußerungen nicht zum Kerngeschäft gehörender Einheiten sowie die Beschaffung von Kapital zur Reinvestition in wachstumsstärkere Segmente gehören.

Dr. Malte Bruhns, Leiter der CMS Corporate/M&A Group, merkt an:Das Zusammenspiel aus starkem internationalem Interesse und verfügbarem Kapital könnte den Wettbewerb um attraktive europäische Unternehmen 2027 spürbar intensivieren. Das könnte zugleich dazu beitragen, Käufer und Verkäufer dort wieder näher zusammenzubringen, wo unterschiedliche Bewertungsvorstellungen Transaktionen bislang erschwert haben.“

Den vollständigen CMS European M&A Outlook 2027 finden Sie hier: https://cms.law/en/int/publication/cms-european-m-a-outlook-2027

Methodik

Im zweiten Quartal 2026 befragte Mergermarket leitende Führungskräfte von 182 Unternehmen und 68 Private-Equity-Gesellschaften mit Sitz in Europa, den USA und dem asiatisch-pazifischen Raum zu ihren Erwartungen für den europäischen M&A-Markt im kommenden Jahr. Von den 250 befragten Führungskräften haben 70 % ihren Hauptsitz in Europa, während sich die übrigen 30 % zu gleichen Teilen auf Amerika und den asiatisch-pazifischen Raum verteilen. 91 % aller Befragten waren in den letzten zwei Jahren an einer M&A-Transaktion in Europa beteiligt und 84 % planen, im kommenden Jahr eine M&A-Transaktion in Europa durchzuführen.

Alle Antworten sind anonym, die Ergebnisse werden zusammengefasst dargestellt.

Pressekontakt:
Martina Courth
Public & Media Relations Manager
E: martina.courth@cms-hs.com
T: +49 151 10171768

Herausgeber: CMS Hasche Sigle Partnerschaft mbB | 
Kranhaus 1 / Im Zollhafen 18 | 50678 Köln 
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