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Mittelbayerische Zeitung: Bankenrettung, Teil 2
Kommentar zu den Nachwehen der Banken- und Finanzkrise

Regensburg (ots) - Die Baufälligkeit der europäischen Banken wird teuer werden - für alle Beteiligten. Weil die EZB die Zinsen abgeschafft hat, gibt es damit kaum noch etwas zu verdienen. Also sparen die Banken beim Personal, schließen Filialen, führen Gebühren wieder ein beziehungsweise heben sie an. Selbst die für ihre Stetigkeit geschätzten Sparkassen und Genossenschaftsbanken ächzen und dünnen verschämt ihre Präsenz vor Ort aus. Das können wir als Kunden bedauern, ändern wird sich an dieser Richtung aber nichts. Dabei stehen die großen Einschläge bei den europäischen Banken erst noch bevor. Deutsche Bank, Commerzbank, Unicredit, RBS, Santander etc. - sie alle haben massive Probleme in Form von wenig Eigenkapital, drohender Strafen und wenig einträglicher Geschäfte. Wir sollten uns nicht wundern, wenn eines Tages die Staaten diesen Häusern - zum Teil erneut - beispringen müssen. So sehr es jedem Steuerzahler bei dieser Vorstellung gruselt: Es ist ein Szenario denkbar, welches diese Lösung charmant erscheinen lässt: Die Regierungen könnten die Banken dank Geld und Einfluss dazu zwingen, sich durchzusanieren und wieder auf gesunde Beine zu stellen. Das fällt den Geldhäusern viel schwerer, so lange sie ohne Schutz von ganz oben (dem Staat - Götter mischen sich auf diesem Feld gewöhnlich nicht ein) selbst den möglichen Attacken des Kapitalmarkts ausgesetzt sind. Am Ende könnte der Fiskus sogar mit Gewinn aus einem solchen Engagement hervorgehen. Den USA ist das gelungen.

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