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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Gesundheitsdaten/Sicherheit

Regensburg (ots) - von Martin Anton, MZ

Gesundheitsdaten gehören zu den intimsten Informationen, die ein Mensch besitzt. Deswegen gibt es viele berechtigte Sorgen bei ihrer digitalen Erfassung und Verarbeitung. Doch die Chancen mobiler Datenverwaltung sind auch für den Medizinsektor zu groß, um sie zu ignorieren. Zumal auch an der Sicherheit der Daten im derzeitigen Gesundheitskarten-System immer wieder Zweifel aufkommen. Der Datenschutz ist ein ewiges Katz-und-Maus-Spiel, bei dem die ständige technologische Weiterentwicklung der Wächter-Elemente unverzichtbar ist. Doch es geht nicht nur um die Sicherheit der Gesundheitsdaten, sondern auch um den Zugang zu ihnen. Als die neue Gesundheitskarte vorgestellt wurde, war ein Argument ihrer Befürworter die Möglichkeit des Austausches. Der Versicherte selber sollte seine Daten jederzeit am eigenen Computer einsehen und womöglich löschen oder über den Zugriff auf sie entscheiden können. Dieses Versprechen wurde nicht erfüllt. Die Kartenlesegeräte sind unpraktisch und die Beschaffungshürde ist zumindest in der Wahrnehmung der Patienten zu hoch, so dass sie kaum jemand nutzt. Bei einer Smartphone-App mit nutzerfreundlicher Menü-Schnittstelle wäre das sicherlich anders. Datenhoheit ist eines der wichtigsten Themen der kommenden Jahre. Und wo könnte sie wichtiger sein, als bei den intimsten Informationen, die wir besitzen.

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