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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Marianne Sperb zu Hamburg/Unesco

Regensburg (ots) - Hamburg schwelgt im Freudentaumel. Ohne Zweifel werden aber auch Tage kommen, an denen die Hansestadt mit seinem Prestige-Titel hadern wird. Denn das Etikett bedeutet nicht nur touristische Anziehungskraft - sondern auch das mühsames Ringen um den Erhalt des Welterbes. Tja, keine Ehre ohne Pflicht. Mitglieder des Welterbe-Komitees warnten noch am Sonntag, Hamburg müsse mit der Speicherstadt künftig äußerst behutsam umgehen. Klartext: Die Kommune kann sich zum Beispiel Pläne für Großbauten in der Pufferzone abschminken. Aktuell sind massive Eingriffe zwar kein Thema - aber in Zukunft könnte das Veto der Unesco Investoren empfindlich bremsen. In der Welterbestadt Regensburg geriet zum Beispiel das geplante Büro-Hochhaus im Stadtosten, das rund 100 Meter in den Himmel ragen sollte, zum Prüfstein für den Unesco-Titel. Und an den mehrjährigen Verhandlungen über eine altstadtnahe Donau-Brücke wurde schmerzhaft spürbar, wie kompliziert und träge der Apparat der Welterbe-Wächter arbeitet. Hamburgs Schätze stehen jetzt unter rigorosem Schutz. Das wird Hamburg nicht immer freuen - aber dem Welterbe guttun.

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