Vicky Krieps: Überdosis Kuchen beim Dreh mit Cate Blanchett
Schauspielerin berichtet von "hysterischem" Lachanfall und Depressionsschub nach dem Zucker-Flash
Osnabrück (ots)
Osnabrück. Die Schauspielerin Vicky Krieps ("Corsage") hat am Set des neuen Films von Jim Jarmusch eine extreme körperliche Reaktion erlitten - nach einer Überdosis Kuchen. Da ihre Kolleginnen Charlotte Rampling und Cate Blanchett das Essen vor der Kamera verweigerten, musste Krieps die zahlreichen Takes allein kompensieren: "Ich war diejenige, die abbeißen musste. Einer musste essen und ich habe gegessen. Immer wieder", sagte Krieps in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz).
"Man wiederholt ja jede einzelne Szene wer weiß wie oft, und das über viele Tage. Einmal habe ich dann - ich weiß nicht, nach wie viel Kuchen - einen schrecklichen Lachanfall gekriegt. Es war unglaublich und auch überhaupt nicht mehr lustig. Ich war hysterisch. Und dann, eine Stunde später, tief depressiv." Die Schauspielerin, die sonst für ihre disziplinierten Rollenporträts bekannt ist, war erschrocken: "Erst habe ich das selbst nicht verstanden. Aber dann wurde mir klar: Oh Gott, das war mein erster Zucker-Flash. Das kannte ich vorher nur von meinen Kindern. Erst war ich völlig neben mir und dann depressiv."
Krieps ordnete die Situation humorvoll in die Hierarchie am Set ein. Da Charlotte Rampling als Älteste sofort klargestellt habe, vor der Kamera nichts zu essen, und auch Cate Blanchett verweigerte, habe sie die Rolle der Genießenden übernommen: "Ich habe diese Hierarchie angenommen und den beiden sehr gern meinen Respekt gegeben."
Über das Wesen von Weltstar Cate Blanchett äußerte Krieps eine überraschende Beobachtung. Während Blanchett oft als unnahbarer Freigeist wahrgenommen wird, erlebte Krieps sie bei der Arbeit ganz anders: "Am Set haben wir dann festgestellt: Cate Blanchett ist in Wahrheit ein Streber - genau wie ihre Figur. Sie ist vollkommen ernst und lernt immerzu ihren Text. Alles an ihr muss passen und wird wieder und wieder geprüft." Krieps selbst sieht sich als Gegenentwurf zu dieser Akribie: "Ich dagegen sitze irgendwo hinten am Set, mache Späße mit dem Tonmann und habe die Schuhe auf dem Tisch. So bin ich als Mensch und so ist auch meine Figur."
Die Zusammenarbeit mit den beiden Schauspiel-Ikonen bezeichnete Krieps trotz der "Kuchen-Strapazen" als "Geschenk". Sie habe das Set kaum verlassen, um die Kolleginnen zu beobachten: "Wie ein Zuschauer im eigenen Film."
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