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Neue OZ: Kommentar zu Kultur -Schließungen

Osnabrück (ots)

Simples Rezept

Auch so lässt sich die Komplexität eines Spiels reduzieren: Man halbiert einfach die Zahl der Mitspieler. Wird das Geschehen damit überschaubarer? Nicht wirklich. Die Komplexität wird wohl bleiben, die sich daraus ergebenden Fragen auch.

Die Forderung, jede zweite subventionierte Kultureinrichtung zu schließen, klingt markig. Sie läuft aber ins Leere. Wer sagt eigentlich, welche Kulturhäuser überflüssig sind? Wäre das eingesparte Geld wirklich für andere Formen der Kulturarbeit gewonnen oder nicht viel eher verloren? Und warum sollen wir in der Dichte der Kulturlandschaft eigentlich ein Symptom für einen Infarkt entdecken und nicht eher ein Zeichen der Vitalität?

Die Diagnose der Kritiker wäre zu hinterfragen. Öffentlich finanzierte Vollversorgung ist in der Kultur kein Normalfall mehr. Budgets speisen sich aus vielen Töpfen. Mischfinanzierungen dominieren. Viele Kulturhäuser werden privat getragen. Ihr Management ist professionell - zum Vorteil differenzierter Angebote.

Wer auf Kulturhäuser verzichten will, muss in jedem Einzelfall begründet vorgehen und sich kontroverser Debatte stellen. Das ist schwieriger als die Forderung nach pauschaler Schließung. Übrigens: Warum beklagen eigentlich gleich vier Autoren den Kulturinfarkt? Hätten zwei nicht auch genügt?

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