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Neue OZ: Kommentar zu Kunst
Ausstellungen

Osnabrück (ots) - Stark im Norden

Kein Anlass, aber doch ein weithin sichtbares Ausstellungsereignis: Fünf Museen im Norden bringen sich mit ihrem Thema Franz Radziwill geschickt in Stellung. Indem sie ihre Kapazitäten konzentrieren, treten Oldenburg, Emden, Wilhelmshaven und das kleine Dangast aus der Randlage heraus und positionieren sich dort, wo große Besucherströme unterwegs sind - auf der Landkarte der Kunstereignisse. Die Bilder Radziwills sind ohnehin seit Jahren ein Argument dafür, Kulturerlebnis und Urlaub miteinander zu verbinden.

Kein Wunder also, dass die beteiligten Häuser das Ereignis auch touristisch vermarkten. Ungeschickt nur, sich zwar auf ein Ausstellungspaket, nicht aber auf eine gemeinsame Homepage verständigen zu können. So entsteht rund um Radziwill ein unnötiges Info-Chaos.

Pluspunkte sammeln die Museen, indem sie mehr bieten als eine bloße Feier des Publikumslieblings Radziwill. Vor allem die Frage nach seiner Rolle im Dritten Reich wird neue Einsichten bringen. Eine steht schon jetzt fest: Radziwill liefert das traurige Beispiel dafür, dass sich zur Not auch Künstler der Neuen Sachlichkeit vom NS-Regime vereinnahmen ließen.

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