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Neue OZ: Kommentar zu Kultur
Museen

Osnabrück (ots) - Poröse Bindungen

Ohne Ausstellungsevents keine Besucher: So schlicht liest sich das Gesetz, dem kaum ein Museum ausweichen kann. Die rückläufigen Besucherzahlen in den niedersächsischen Museen haben eine erschreckend eindeutige Ursache: das Fehlen von Großausstellungen, die mit hohem Marketingaufwand zu Erfolgsformaten gemacht werden.

Im Umkehrschluss ergibt sich eine bittere Erkenntnis. Die Museen können nur mit einem kleinen Stammpublikum rechnen. Das hat sich offenbar auch mit den Großausstellungen nicht geändert. Wer etwa die sensationell schöne Präsentation "Marc, Macke, Delaunay" gesehen hatte, ist darüber nicht unbedingt zum treuen Besucher des Sprengel-Museums geworden.

Genau dieser Befund macht die Situation für Museen so prekär. Die Bindungen an Museen und ihre Sammlungen sind längst so porös, wie es Traditionsbewusstsein und Wissensbestände schon lange sind. Was hilft? Beharrliche Arbeit mit den Besuchern - und das Nachfragen bei denen, die gar nicht erst kommen.

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