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Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen
Fiat
Chrysler

    Osnabrück (ots) - Etappenziel erreicht

    Sergio Marchionne hat ein Etappenziel auf dem Weg zu einem internationalen Autokonzern erreicht - die Fiat-Beteiligung an Chrysler ist genehmigt, und sie hat den ausgefuchsten Manager keinen Cent gekostet. Die Italiener müssen den Amerikanern nur zeigen, wie man sparsame Autos baut, und ihnen die Technik zur Verfügung stellen.

    Ob der Italiener mit kanadischem Pass sich und seinem Konzern damit allerdings einen Gefallen getan hat, ist zu bezweifeln. Am Chrysler-Geflecht mit seinen eingefahrenen Strukturen in Management, Produktion und bei den Händlern hat sich bereits Daimler über Jahre hinweg die Zähne ausgebissen - letztlich erfolglos und mit einem schmerzlichen Verlust an Bargeld und Image.

    Aber Marchionne gibt Gas. Auch die Hoffnung auf einen Einstieg bei Opel hat er noch nicht aufgegeben. Denn nur Autokonzerne mit einer Produktion von weltweit sechs Millionen Einheiten pro Jahr haben nach seiner Meinung langfristig eine Überlebenschance. Und davon ist Fiat/Chrysler mit gut vier Millionen Fahrzeugen noch meilenweit entfernt. Aber der Weg ist steinig. Und Marchionne muss sehen, dass er sich nicht verzettelt. Einige seiner Wunschpartner sitzen wie Opel ebenfalls in Europa: PSA oder auch BMW. Vor allem die Bayern würden dem flotten Italiener gut in seinen Laden passen.

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