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Saarbrücker Zeitung: DIW hält beim G20-Gipfel gemeinsame Verabredung zur Reform von Basel II für möglich - "Die Gelegenheit beim Schopfe packen"

    Berlin / Saarbrücken. (ots) - Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus F. Zimmermann, und die Forschungsdirektorin Finanzmärkte des DIW, Dorothea Schäfer, haben die Erwartung geäußert, dass sich der G20-Gipfel auf eine gemeinsame Reform von Basel II einigt. In einem Gastbeitrag für die "Saarbrücker Zeitung" (Dienstagausgabe) schrieben die beiden DIW-Forscher, das Regelwerk Basel II könne die "Keimzelle einer international koordinierten Anstrengung" sein, um die Eigenkapitalvorschriften für systemisch relevante Banken zu verbessern. Dies wiederum sei das "Kernelement einer neuen Weltfinanzordnung". Dazu sei es notwendig, dass auch die USA den Basler Regelungen beitrete. Nachdem das amerikanische Finanzministerium jüngst die Bereitschaft habe erkennen lassen, den Banken höhere Eigenmittel zu verordnen, sollten die Europäer nun "die Gelegenheit beim Schopfe packen und die USA in London auf eine gemeinsame Reform von Basel II verpflichten", forderten die beiden Wissenschaftler. Ihre Erwartung an das Treffen in London formulierten Zimmermann und Schäfer so: "Der  Gipfel muss uns künftig vor Banken wie der Hypo Real Estate oder Vergütungsskandalen wie bei AIG bewahren". Der Steuerzahler dürfe nie mehr zur Geisel der Funktionsfähigkeit des Finanzsystems werden.

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