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Überraschender Studienbefund: Unkorrigierte Sehfehler können Kinder beim Lernen deutlich bremsen

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Wenn Tafel, Buch und Bildschirm verschwimmen, wird Lernen zum Kraftakt. Internationale Studien zeigen, wie stark unkorrigierte Sehfehler Kinder beim Lernen bremsen können. Zum Schulstart erklärt das Kuratorium Gutes Sehen (KGS), warum Sehprobleme häufig unbemerkt bleiben und worauf Eltern achten können.

Ohne passende Brille nur halber Lernfortschritt?

Überraschender Studienbefund: Unkorrigierte Sehfehler können Kinder beim Lernen deutlich bremsen

Berlin, 13. August 2026 (KGS). Eine Zahl lässt zum Schulstart aufhorchen: Kinder mit unkorrigierten Sehfehlern kommen beim Lernen im Durchschnitt nur etwa halb so schnell voran wie Kinder, die gut sehen oder eine passende Brille tragen. So fasst der internationale Bericht „Better Education in Sight“ die Ergebnisse mehrerer kontrollierter Schulstudien zusammen.

Die Zahl lässt sich nicht eins zu eins auf Deutschland übertragen. Die Studien stammen überwiegend aus China und untersuchten vor allem Leistungen in Mathematik. Doch sie zeigen übereinstimmend: Bekommen fehlsichtige Kinder eine passende Brille und tragen sie diese auch, verbessern sich ihre schulischen Leistungen messbar.

Was an der Tafel steht, bleibt verschwommen. Beim Lesen verrutscht die Zeile. Über dem Arbeitsblatt rückt die Nase immer näher ans Papier. Solche Kinder wirken manchmal unkonzentriert oder werden schnell müde. Dabei beginnt das Problem womöglich nicht beim Lernen, sondern beim Sehen.

Unscharf ist für Kinder oft ganz normal

Kinder wissen nicht, wie andere die Welt sehen. Und eine Fehlsichtigkeit tut nicht weh. Deshalb kann sie lange unbemerkt bleiben – bis in der Schule kleine Buchstaben, volle Seiten und entfernte Tafelbilder den Augen mehr abverlangen. Nach Angaben des Berufsverbands der Augenärztinnen und Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) sieht in Deutschland jedes zehnte Kind nicht richtig, 60 Prozent der Sehschwächen werden erst spät erkannt.

„Eine Brille macht aus einem Kind nicht automatisch einen guten Schüler. Aber wer Tafel, Buch oder Bildschirm klar erkennt, kann seine ganze Kraft ins Lernen stecken – statt ins Entziffern“, sagt Privatdozent Dr. Wolfgang Wesemann, wissenschaftlicher Berater des Kuratorium Gutes Sehen (KGS).

Worauf Eltern achten können

Häufiges Blinzeln oder Augenreiben, Kopfschmerzen, schnelle Müdigkeit beim Lesen, ein sehr geringer Abstand zum Buch oder Bildschirm sowie Schwierigkeiten mit dem Tafelbild können Hinweise sein.

Ein Sehtest bringt Klarheit. Auffälligkeiten und mögliche Augenerkrankungen sollten augenärztlich abgeklärt werden. Augenoptiker und Optometristen können die Sehschärfe prüfen, die nötige Korrektion bestimmen und eine Brille fachgerecht anpassen. Regelmäßige Kontrollen sind sinnvoll, denn Kinderaugen verändern sich.

Braucht ein Kind eine Brille, sollte sie gut sitzen und wie fachlich empfohlen getragen werden. Dann wird aus dem verschwommenen Tafelbild wieder eine Aufgabe, die sich lösen lässt.

Den kompletten Pressetext inklusive Quellen finden Sie im Anhang.

Wissenschaftliche Expertise für Medien

Sie suchen eine Expertin oder einen Experten aus der Wissenschaft rund um das Thema Sehen? Das Kuratorium Gutes Sehen vermittelt Ihnen gerne den passenden Kontakt für Interviews, O-Töne oder Hintergrundgespräche.

Quellen und redaktionelle Hinweise:

Kuratorium Gutes Sehen e.V. – Wissen rund um Gutes Sehen und Aussehen

Das KGS ist eine überregionale Initiative, die seit 1949 über gutes Sehen und Aussehen mit Brille und Kontaktlinsen informiert. Gemeinsam mit unabhängigen wissenschaftlichen Beratern vermittelt das KGS verständliches und verlässliches Wissen, unter anderem zu Sehproblemen und Augengesundheit, Kinderaugen, digitalem Sehen, Sonnenschutz, Sehtests, Brillen und Kontaktlinsen, Brillenstyling sowie zum Sehen im Beruf, beim Sport und im Straßenverkehr.

www.sehen.de | www.seh-check.de | www.brillenstyling.de | www.kontaktlinseninfo.de

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Telefon: 030 / 41 40 21-22 l  presse@sehen.de l  www.sehen.de

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