Tag der Seltenen Erkrankungen am 28. Februar 2026
"Ohne Plasma wäre ich heute nicht dreifacher Vater"
Leipzig (ots)
Wenn Friedolin Strauß an seine erste Plasmasubstitution denkt, beschreibt er das als wenig spektakulär. Umso spektakulärer hat er die Wirkung in Erinnerung. Er leidet an einem angeborenen Immundefekt: "Ich hatte kein Immunsystem mehr. Wenn man das weiter so hätte laufen lassen, wäre ich heute nicht mehr am Leben", sagt er. Nach der ersten Behandlung mit aus menschlichem Plasma gewonnenem Immunglobulin verschwanden seine akuten Symptome. Menschen mit seltenen Erkrankungen, auf die weltweit am 28. Februar aufmerksam gemacht wird, sind auf Plasmaspenden angewiesen, da Immunglobuline nicht künstlich hergestellt werden können. Um ein Jahr lang medikamentös versorgt zu werden, benötigen Patienten wie Friedolin Strauß mehr als 130 Plasmaspenden.
Von einer seltenen Erkrankung spricht die Medizin, wenn weniger als fünf von 10.000 Menschen betroffen sind. Mehr als 6.000 seltene Erkrankungen sind bisher bekannt. Entsprechend lange dauert es häufig, bis eine Diagnose gestellt wird. Friedolin Strauß leidet am Allgemeinen Variablen Immundefekt Syndrom (CVID). Wiederkehrende Infekte und Entzündungen prägten seinen Alltag und schränkten seine Lebensqualität stark ein. Ein geschwollener Lymphknoten veranlasste einen Arzt schließlich zu einem Blutbild, das sich als katastrophal herausstellte, erinnert sich Friedolin Strauß.
Plasma spenden schenkt Lebensqualität und rettet Leben. Aber nur drei Prozent der Deutschen spenden regelmäßig.
Weil "selten" nicht "unbedeutend" ist, macht Haema traditionell zum Tag der Seltenen Erkrankungen auf die lebenswichtige Bedeutung der Plasmaspende für Betroffene aufmerksam. Plasma spenden können gesunde Menschen ab 18 Jahren, die mindestens 50 Kilogramm wiegen. Bis zu 60 Spenden pro Jahr sind möglich. Nur rund drei Prozent der Deutschen spenden regelmäßig, obwohl etwa 30 Prozent grundsätzlich spenden könnten. Der demografische Wandel stellt die Spendezentren vor zusätzliche Herausforderungen: Es gibt zu wenig neue Spenderinnen und Spender. Dabei dauert eine Plasmaspende nur etwa 45 Minuten, und der Körper gleicht das entnommene Plasma schnell wieder aus. Friedolin Strauß ist heute Vater von drei Kindern, verheiratet und arbeitet als Luft- und Raumfahrttechnik-Ingenieur. "Es gibt vielleicht keine schönere und direkte Art Leben zu retten, außer vielleicht der Ersten Hilfe, als eine Plasma- oder eine Blutspende zu machen", sagt er.
Im Haema-Video berichtet Friedolin Strauß zusammen mit weiteren Patienten von seinem Weg.
Friedolin Strauß setzt sich stark in der Patientenorganisation dsai ev. - Patientenorganisation für angeborene Immundefekte ein. Dort ist er Regionalgruppenleiter für Stuttgart und Ulm.
dsai e.V., die deutsche Patientenorganisation für angeborene Immundefekte, macht sich bereits seit 1991 für Menschen mit angeborenen Immundefekten stark. Betroffene und deren Angehörige erhalten umfassende Hilfe, Beratung und Betreuung und die wertvolle Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen. Im Fokus der dsai stehen weiterhin die Aufklärung der Öffentlichkeit, die Schulung von Ärztinnen und Ärzten für eine möglichst frühe Diagnose und angemessene Therapie, sowie die Vernetzung von Forschung, Medizin, Industrie und Politik für die adäquate Versorgung aller Betroffenen. Es gibt inzwischen über 550 diagnostizierte angeborene Immundefekte.
Über Haema
Die Haema GmbH ist der größte privatwirtschaftliche Blut- und Plasmaspendedienst in Deutschland. Das Unternehmen betreibt bundesweit 40 Blutspendezentren in Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen Mit jährlich über einer Million gesammelter Blut- und Plasmaspenden leistet Haema einen wichtigen Beitrag zur Versorgung von Krankenhäusern, Kliniken und Blutbanken sowie zur Herstellung blut- und plasmabasierter Medikamente. Haema beschäftigt bundesweit 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Als Arbeitgeber bietet Haema ein flexibles, modernes und sinnstiftendes Arbeitsumfeld mit langfristigen Perspektiven nach dem Leitgedanken: "Jobs, wie fürs Leben gemacht". Der Unternehmenssitz ist in Leipzig, hier befindet sich auch das Hochleistungslabor sowie das Blutverarbeitungs- und Logistikzentrum des Unternehmens. Haema ist ein Partner von Grifols, einem weltweit führenden Unternehmen der Gesundheitsbranche, das aus Plasma gewonnene Arzneimittel und andere innovative biopharmazeutische Produkte entwickelt und anbietet. Das bei Haema gesammelte Plasma verarbeitet Grifols zu wichtigen Medikamenten zur Behandlung schwerwiegender, chronischer und manchmal lebensbedrohlicher Krankheiten.
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Gerne vermitteln wir den Kontakt zu Patienten und Spendern in einem der 40 Haema-Spendenzentrum in Ihrer Nähe und ermöglichen ein persönliches Interview für Ihre Berichterstattung zum Tag der Seltenen Erkrankungen.
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