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21.02.2018 – 17:36

Österreichische Post AG

EANS-News: Österreichische Post AG
VORLÄUFIGES ERGEBNIS 2017

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  Corporate News übermittelt durch euro adhoc. Für den Inhalt ist der Emittent
  verantwortlich.
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Jahresergebnis

Wien -
- KONZERNUMSATZ +2,3% UND EBIT +2,7%
- BRIEFUMSATZ -2,1%; PAKETUMSATZ +17,7%
- MARKTANTEILSSTEIGERUNG IM PAKETGESCHÄFT
- POSITIVE UND NEGATIVE SONDEREFFEKTE
- FOKUS 2018 AUF QUALITÄT UND STABILITÄT

Die Österreichische Post hat nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2017 ein
gutes Ergebnis erzielt. Gemäß dem kommunizierten Ausblick wurde eine leicht
steigende Umsatzentwicklung verzeichnet, insgesamt verbesserte sich der
Konzernumsatz 2017 um 2,3% auf 1.939 Mio EUR nach 1.896 Mio EUR im Vorjahr
(exkl. trans-o-flex). Die Division Brief, Werbepost & Filialen verbuchte im
Jahresverlauf einen Umsatzrückgang von 2,1% (1.448 Mio EUR in 2017 nach 1.479
Mio EUR in 2016), der durch einen Anstieg in der Division Paket & Logistik mit
plus 17,7% (496 Mio EUR in 2017 nach 421 Mio EUR in 2016 exkl. trans-o-flex)
mehr als kompensiert wurde. Der Rückgang im Briefbereich war vor allem auf die
anhaltende elektronische Substitution von Briefen zurückzuführen. Der
Paketbereich zeigte aufgrund des E-Commerce-Trends starkes Wachstum. In der
Berichtsperiode umsatzerhöhend wirkten auch Zusatzumsätze durch die neue
Produktstruktur rund um das "Päckchen", ein speziell auf die Anforderungen von
Online-Bestellungen ausgerichtetes Angebot.

Die Umsatztrends der ersten drei Quartale setzten sich demnach auch im vierten
Quartal fort: Im klassischen adressierten Briefgeschäft reduzierten sich die
Volumina in der aktuellen Berichtsperiode um rund 5% - auch zukünftig ist von
Rückgängen in dieser Größenordnung auszugehen. Umso wichtiger ist es daher, die
hohen Qualitätsstandards aufrechtzuerhalten und das Produktangebot auf Basis
aktueller Kundenbedürfnisse laufend weiterzuentwickeln. So wird vor allem der
Ausbau der Online-Services als sinnvolle Ergänzung zum physischen Angebot
kontinuierlich vorangetrieben, um den Kunden größtmögliche Flexibilität und
Effizienz in ihrer Kommunikation zu ermöglichen. Aber auch klassische
Briefprodukte werden laufend optimiert - ein Beispiel hierfür ist die Briefwahl.
Durch die hoch qualitative logistische Abwicklung und eine fokussierte
Informationskampagne leistete die Österreichische Post einen wesentlichen
Beitrag zur Rekordwahlbeteiligung von 14% Briefwählern bei der Nationalratswahl
2017. Das Volumen an Werbesendungen stieg in der Berichtsperiode um rund 4% -
dies zeigt, dass Flugblätter und Dialogmarketing weiterhin einen unverzichtbaren
Teil des Werbemixes von Unternehmen darstellen.

Im hart umkämpften österreichischen Paketmarkt konnte die Post ihre führende
Marktposition ausbauen: Mit einem Paketvolumen von nunmehr 97 Mio Sendungen im
Jahr 2017 nach 81 Mio in 2016 (+20% im Jahresvergleich) stieg der Marktanteil
von 45% auf 47% an (Quelle: Branchenradar KEP-Dienste 2018). Dieser Anstieg ist
ein eindeutiger Beleg dafür, dass die Leistungen der Österreichischen Post den
höchsten Standards hinsichtlich Qualität und Zustellgeschwindigkeit entsprechen.
Auch im internationalen Vergleich sind die Leistungen der Österreichischen Post
top, da Österreich im Ländervergleich zu den Märkten mit der besten
Zustellungsqualität zählt: Während international durchschnittlich 57% der Kunden
mit der Paketzustellung sehr zufrieden sind, liegt dieser Wert in Österreich bei
beachtlichen 74% (Quelle: IPC Cross Border E-Commerce Shopper Survey 2017). Auch
in den Paketgesellschaften in Südost- und Osteuropa wurde 2017 eine Rekordmenge
an 37 Mio Paketen zugestellt.

"Die Basis für unsere Marktposition als Nummer 1 im heimischen Brief- und
Paketgeschäft ist unsere Qualitätsführerschaft. Aktuelle Kundenbedürfnisse
punktgenau zu erfüllen, ist der Schlüssel für den Erfolg - deswegen werden wir
den Kunden noch stärker ins Zentrum unseres unternehmerischen Handelns rücken,
um nicht nur heute der bevorzugte Partner unserer Kunden zu sein, sondern dieser
auch nachhaltig zu bleiben", unterstreicht Generaldirektor DI Dr. Georg Pölzl
den klaren strategischen Fokus der Österreichischen Post.

WEITERE ERGEBNISVERBESSERUNG
Auch ergebnisseitig wurde das angepeilte Ziel eines weiteren Anstiegs des
Konzern-EBIT erreicht. Nach vorläufigen Zahlen erhöhte sich das EBIT im
Geschäftsjahr 2017 um 2,7% auf 208 Mio EUR (2016: 202 Mio EUR). Während die
Division Brief, Werbepost & Filialen ihr Ergebnis trotz rückläufiger Umsätze mit
290 Mio EUR leicht verbessern konnte, lag das EBIT der Paket-Division mit 43 Mio
EUR deutlich über dem Vorjahr. Positiv auf das Ergebnis wirkten sich in der
Berichtsperiode die Intensivierung der Logistiksynergien zwischen Brief und
Paket aus. Rund 52% der Pakete wurden im Jahr 2017 durch die Brieflogistik
zugestellt, wobei dieser Anteil noch weiter gesteigert werden soll. Bereits
heute verfügt die Österreichische Post über das effizienteste Netz Österreichs,
das in den nächsten Jahren durch fokussierte Investitionen in die
Logistikinfrastruktur bedeutend ausgebaut und modernisiert wird. Mittelfristig
soll die Sortierleistung auf über 100.000 Pakete pro Stunde erhöht und damit
einhergehend die jährliche Zustellkapazität an Paketen mehr als verdoppelt
werden.

Neben der operativen Entwicklung des Brief- und Paketgeschäfts war das Ergebnis
2017 sowohl von positiven als auch negativen Sondereffekten beeinflusst, die
sich in Summe weitgehend kompensierten. Als positiver Sondereffekt sind
Rückforderungsansprüche aus in Vorperioden bezahlten Lohnnebenkosten enthalten.
Diese beliefen sich saldiert, also abzüglich Aufwendungen für etwaige
Ersatzleistungen, auf 21 Mio EUR. Gegenläufig wirkten diverse Wertminderungen in
Höhe von 14 Mio EUR sowie ein um 9 Mio EUR erhöhter Personalaufwand (exkl.
trans-o-flex), der vor allem aus Rückstellungsveränderungen resultierte.

Das vorläufige Periodenergebnis im Jahr 2017 erhöhte sich von 153 Mio EUR auf
165 Mio EUR, da ein Ertrag in Höhe von 11 Mio EUR durch den Verkauf von
Wertpapieren das Finanzergebnis positiv beeinflusste. Dies entspricht einem
Ergebnis pro Aktie von 2,45 EUR nach 2,26 EUR im Jahr 2016.

NEUAUSRICHTUNG DES FINANZDIENSTLEISTUNGSGESCHÄFTS
Die erwähnten Rückstellungsveränderungen (Neubildung saldiert um
Erstattungsansprüche) betrafen unter anderem das Finanzdienstleistungsgeschäft,
mit dem Ziel, das Angebot und die Kapazitäten an aktuelle Bedürfnisse
anzupassen. Nach der erfolgten Kündigung der Kooperationsvereinbarung durch den
Bankpartner BAWAG P.S.K. vereinbarten die Österreichische Post und BAWAG P.S.K.
eine einvernehmliche und schrittweise Entflechtung der Kooperation im
Wesentlichen bis Ende 2019. Erste Schritte wurden diesbezüglich gesetzt, die
Schieds- und Schlichtungsverfahren werden eingestellt. Eine Redimensionierung
von Bankberatungsleistungen erfolgt bereits im Laufe des Jahres 2018, wobei das
Angebot an Schaltertransaktionen unverändert bleibt.

Mittelfristig plant die Österreichische Post auch weiterhin
Finanzdienstleistungen über das Filialnetz anzubieten, da dieses Geschäft als
sinnvolle Ergänzung zum Postdienstleistungsangebot gesehen wird. Seit einiger
Zeit werden Gespräche mit internationalen und nationalen Partnern über
potentielle Kooperationen geführt. Konkrete Entscheidungen sollten im Laufe des
Jahres 2018 getroffen werden. Die Vorbereitungen für die Neuausrichtung des
Finanzdienstleistungsgeschäfts haben bereits begonnen. Finanzberater der Zukunft
werden auf ihre neuen Aufgaben vorbereitet und ergänzende Standorte befinden
sich in der Evaluierungsphase. Denn das engmaschige Netz an Standorten stellt
einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar, auf den die Post auch in Zukunft setzen
wird.

STABILER AUSBLICK FÜR 2018 BESTÄTIGT
Der bereits kommunizierte Ausblick für das Geschäftsjahr 2018 wird bestätigt.
Das Unternehmen geht von einer weiterhin stabilen Umsatzentwicklung aus. Die
erwartete Geschäftsentwicklung beinhaltet diverse Planungsprämissen, wie etwa
das Anhalten der Basistrends im Brief- und Paketgeschäft: Während beim
adressierten Briefvolumen weiterhin mit Rückgängen von etwa 5% p.a. gerechnet
werden muss, sind am österreichischen Paketmarkt durch den anhaltenden Online-
Shopping-Boom zweistellige Wachstumsraten zu erwarten. Daraus könnte
intensiverer Wettbewerb, stärkerer Preisdruck oder eine partielle
Eigenzustellung einzelner Großversender resultieren. Im Briefbereich bleibt das
Ziel aufrecht, das Leistungsangebot an aktuelle Kundenbedürfnisse anzupassen und
dem internationalen Trend folgend die Produktvielfalt und die Wahlfreiheit für
Kunden zu erhöhen. Wie im Gesetz vorgesehen, sollen weitere Produkte angeboten
werden, bei denen Kunden eine Zustellung innerhalb von mehreren Werktagen wählen
können.

FOKUS AUF QUALITÄTSFÜHRERSCHAFT SOWIE KAPAZITÄTSERWEITERUNGEN
Hinsichtlich der Ertragsentwicklung verfolgt die Österreichische Post im Jahr
2018 das Ziel der Stabilität im operativen Ergebnis. Vor dem Hintergrund des
anhaltenden Marktwachstums im Bereich der Privatkundenpakete werden Maßnahmen
getroffen, um die Sortierleistung innerhalb der nächsten vier Jahre zu
verdoppeln. Neben den laufenden Investitionen im Kerngeschäft von rund 60 bis 70
Mio EUR pro Jahr sind in den nächsten Jahren damit zusätzliche
Wachstumsinvestitionen im Bereich Paketlogistik vorgesehen. Ziel ist es, die
bestehenden Sortierkapazitäten so rasch wie möglich zu erweitern und im Jahr
2018 mindestens 50 Mio EUR zu investieren. Darüber hinaus sind Erweiterungen
bzw. Zukäufe von Grundstücken möglich. Den erwirtschafteten operativen Cashflow
wird die Österreichische Post somit wie bisher um¬sichtig und zielgerichtet für
nachhaltige Zukunftsinvestitionen einsetzen. Gleichzeitig soll die attraktive
Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote von zumindest 75% des
Nettoergebnisses fortgesetzt werden.

Das endgültige Jahresergebnis 2017 wird am 15. März 2018 veröffentlicht.




Rückfragehinweis:
Österreichische Post AG

DI Harald Hagenauer
Leitung Investor Relations, Konzernrevision & Compliance 
Tel.: +43 (0) 57767-30400
harald.hagenauer@post.at

Mag. Ingeborg Gratzer
Leitung Presse & Interne Kommunikation
Tel.: +43 (0) 57767-32010
ingeborg.gratzer@post.at

Ende der Mitteilung                               euro adhoc
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