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WAZ: Nicht zum Wohle des Patienten - Kommentar von Gerd Heidecke zur Notfallpraxenreform

Essen (ots) - Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein steht mit ihren Plänen für eine Neuordnung der ambulanten Notfallpraxen für zehn Millionen Menschen in NRW vor einem gepflegten Scherbenhaufen. Nachdem die teils einschneidenden Pläne im Februar auf breite Kritik bei Ärzten, Patienten und Abgeordneten der von Streichungen betroffenen Gebiete gestoßen waren, ist das damals aufkommende Gerücht wahr geworden: Die Ärztekammer lehnt die mühsam innerhalb der KV ausgehandelte Lösung ab.

Die KV Nordrhein, die nicht zuletzt wegen ihrer Größe als schwierig gilt, konnte mit ihren Vorschlägen bei niemandem Applaus ernten. Schwer wiegt besonders der nicht ausgeräumte Vorwurf, eine Reduzierung von ambulanten Anlaufstellen würde die Patienten außerhalb der ärztlichen Sprechzeiten in die ohnehin überlasteten Notfallstationen der Krankenhäuser treiben.

Dass es bei alledem um das größtmögliche Wohl der Patienten geht, war kaum zu erkennen - wie leider so oft im Streit um Organisation und Finanzierung unseres (im internationalen Vergleich vorbildlichen) Gesundheitswesen.

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