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WAZ: Das Leben im Stau. Kommentar von Frank Preuß

    Essen (ots) - Was bleibt den Besuchern aus aller Welt im nächsten Jahr in Erinnerung, wenn sie das Ruhrgebiet wieder verlassen? Hoffentlich mehr als der Dauerstau, in dem sie steckengeblieben sind.

      Wer nach den größten Schwächen des Standortes NRW und speziell
des Reviers fahndet, landet schnell auf der Straße. So kurz die Wege
scheinen, so endlos werden sie im täglichen Berufs- und
Freizeitverkehr zerdehnt. Man verliert Zeit und Nerven. Tag für Tag.
Das ist für Bewohner und Investoren gleichermaßen unattraktiv. Wen
will man damit anlocken?

      Wachstum erzeugt Verkehr, und selbst, wenn das Land noch mehr in
Asphalt investierte, könnte es mit der Entwicklung kaum Schritt
halten. Mit sinkenden Einwohnerzahlen könnte sich die Lage dezent
verbessern. Der zügellose Ausbau von Schnellstraßen und Autobahnen
kann ohnehin nicht die Lösung für alle Probleme sein. Neue
Technologien und intelligente Systeme zur besseren Verteilung der
Verkehrsströme müssen genutzt werden. Und dass der Nahverkehr noch
etwas attraktiver werden darf, ist kein Geheimnis.

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