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WAZ: Kriminalitätsstatistik - Gefühlte Unsicherheit. Kommentar von Christoph Meinerz

    Essen (ots) - Viele Menschen haben das Gefühl, unser Land sei unsicherer geworden. Das liegt nicht nur an der täglichen Präsenz von Verbrechensmeldungen, die auf die meisten Menschen eine starke Anziehungskraft ausüben (was auch die große Beliebtheit von Krimis erklärt). Auch die Globalisierung sowie die neue Reisefreiheit in Europa werden von vielen als kriminalitätsfördernd empfunden. Ebenso wächst mit einem von immer neuen Missbrauchsmöglichkeiten begleiteten Technikfortschritt die Angst, ständig neuen Gefahren ausgesetzt zu sein. Die nüchterne Kriminalstatistik für Nordrhein-Westfalen spricht eine andere Sprache. Danach ist das Land im Vergleich zu den 70er- und 80er-Jahren deutlich sicherer geworden. Eine gute Nachricht. Sie hilft aber keinem der immer noch zu vielen Opfer und ihren Angehörigen aus der persönlichen Not. Wer einmal überfallen, verprügelt, bestohlen worden ist, den beruhigt auch keine Statistik, die sinkende Kriminalitätszahlen ausweist.   Trotzdem gilt an dieser Stelle einmal der Polizei ein Lob: Weniger Straftaten in NRW, das ist vor allem ihr Erfolg.

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