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03.03.2009 – 18:48

Märkische Oderzeitung

Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zum Obamas Angebot an Russland:

Frankfurt/Oder (ots)

Dass gestern ein erster Konvoi mit zivilen
Gütern für die US-Truppen in Afghanistan die Russische Föderation 
durchquerte, deutet auf eine Klimaverbesserung zwischen Moskau und 
Washington hin. Freilich wäre es zu früh, von einem Tauwetter in den 
frostigen Beziehungen der vergangenen Jahre zu sprechen. Noch ist 
unklar, wohin die Reise geht. Würde Präsident Obama tatsächlich auf 
die Raketenabwehr in Osteuropa verzichten und auch noch bei der 
NATO-Erweiterung auf die Bremse treten, wäre Amtskollege Medwedew 
sicher zu einem Entgegenkommen im Iran-Komplex bereit. Zweifellos 
verfügt der Kreml aufgrund seiner engen politischen, wirtschaftlichen
und militärtechnischen Kontakte zum Mullah-Regime über einen nicht zu
unterschätzenden Einfluss auf den Fortgang von Teherans Atomprogramm.
Das ermöglichte es unter anderem, die Fertigstellung des ersten 
Reaktors zu verzögern. Zugleich verhinderte Russland im 
UN-Sicherheitsrat scharfe Sanktionen gegen Iran. Medwedew dürfte klar
sein, dass es sich dabei um eine Gratwanderung handelt. Deshalb 
könnte am Ende doch noch ein Tauschgeschäft mit Obama stehen, wenn 
der Preis stimmt.

Pressekontakt:

Märkische Oderzeitung
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Telefon: 0335/5530 563
cvd@moz.de

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