Alle Storys
Folgen
Keine Story von Pro Generika e.V. mehr verpassen.

Pro Generika e.V.

Zahl des Monats März: 30 Mio. Euro

Berlin (ots)

30 Mio. Euro pro Jahr kostet die Generikaunternehmen der laufende Unterhalt des Fälschungsschutzsystems für Arzneimittel in den Niederlanden. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Capgemini[1] für die niederländischen Generikaunternehmen, die die Patienten in den Niederlanden mit rund 180 Mio. Arzneimittelpackungen jährlich versorgen. In Deutschland ist von einer mehr als dreifachen Packungsmenge auszugehen. Somit können die laufenden Kosten der Generikaunternehmen für das Fälschungsschutzsystem in Deutschland mit rund 100 Mio. Euro pro Jahr beziffert werden.

- Die Kosten für regulatorische Maßnahmen, wie die Umsetzung der Fälschungsschutzrichtlinie oder die immer umfänglicher geforderten Environmental Risk Assessments, steigen seit Jahren dramatisch. In den Niederlanden sollen den Generikaunternehmen daher die Aufwendungen für den zusätzlichen Fälschungsschutz nun erstattet werden.

- Neben dem sich ebenfalls weiter verschärfenden Preisdruck führen diese Kosten dazu, dass Unternehmen ihre Produktionsprozesse verschlanken und ihr Produktportfolio verringern müssen.

- Generika- und Biosimilarunternehmen decken 78 % des ambulanten Arzneimittelbedarfs der gesetzlich Krankenversicherten und das zu lediglich 8,3 % der Ausgaben der Krankenkassen für Arzneimittelhersteller.

Seit Jahren steigen die Ausgaben der Generikaunternehmen für regulatorische Maßnahmen. Diese Kosten können wegen der gesetzlichen Preisregulierungsmechanismen, die Preiserhöhungen im Wesentlichen ausschließen, nur durch eine rigorose Überprüfung der Produktionsprozesse auf Einsparpotenziale und durch eine Konzentration des Produktportfolios auf wirtschaftlich herstellbare Arzneimittel aufgefangen werden. Damit aber verringert sich die Zahl der Anbieter pro Wirkstoff kontinuierlich, was Risiken für die Versorgungssicherheit schafft. Dabei sind die Generikaunternehmen mit Tagestherapiekosten von durchschnittlich rund 5 Eurocent die Garanten dafür, dass das Versprechen des deutschen Gesundheitssystems, jedem Patienten Zugang zu modernen und bezahlbaren Arzneimitteltherapien zu ermöglichen, eingelöst werden kann.

Um diese Aufgabe weiterhin schultern zu können, plädieren wir dafür, alle neuen regulatorischen Maßnahmen vor ihrer Einführung intensiv auf einen adäquaten Patientennutzen zu überprüfen und die regulatorischen Mehrkosten der Unternehmen künftig im Festbetragssystem abzubilden.

[1] http://ots.de/NrcGdi

https://www.progenerika.de/zahl-des-monats/

Pressekontakt:

Bork Bretthauer, Geschäftsführer
Tel: 030-81616090
E-Mail: info@progenerika.de
Web: www.progenerika.de
Folgen Sie uns auf Twitter unter http://twitter.com/progenerika

Original-Content von: Pro Generika e.V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Pro Generika e.V.
Weitere Storys: Pro Generika e.V.
  • 26.02.2019 – 09:45

    Zahl des Monats Februar: 12

    Berlin (ots) - Bereits 12 europäische Mitgliedsstaaten haben die elektronische Patientenakte (ePA) auf guten Weg gebracht und die Abbildung der Arzneimitteltherapie in der ePA vorgesehen . Wichtige Leitplanken für mehr Arzneimittelsicherheit sollten daher auch zeitnah in Deutschland gesetzlich errichtet werden: - in der ePA sollte es eine für Patienten einsehbare verbindliche Auflistung aller in Apotheken abgegebenen Arzneimittel (Handelsname) mit Dosierung, ...

  • 08.02.2019 – 09:45

    Start securPharm: Wir stärken die Sicherheit der Arzneimittelversorgung

    Berlin (ots) - Am 9.2.2019 geht das deutsche System zur Bekämpfung von gefälschten Arzneimitteln in Deutschland an den Start (securPharm). Dieser Stichtag gilt nicht nur in Deutschland, sondern in den meisten Ländern der EU, in denen zeitgleich die zusätzlichen Sicherungssysteme hochgefahren werden, die von der EU-Fälschungsrichtlinie vorgesehen sind. Hierzu sagt ...

  • 25.01.2019 – 10:20

    Zahl des Monats Januar: 800.000 Euro

    Berlin (ots) - Gesetzliche Regelungen dienen dem Wohl des Patienten und sind wichtige Bestandteile des Gesundheitswesens. Sie müssen dabei in ihrer Umsetzung auch für Unternehmen handhabbar bleiben, um die Versorgung nicht zu gefährden. Aktuell können immer mehr Arzneimittelunternehmen wichtige generische Wirkstoffe nicht für Patienten zugänglich machen, da die entstandene Regulierungsdichte auch als ...