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25.11.2006 – 22:00

Werder Bremen GmbH & Co KG aA

Werder Bremen-Presseservice: Stimmen zum Spiel gegen Arminia Bielefeld: Neue Fans für "eindrucksvollen" Klose

Bremen (ots)

"Hacke, Spitze, eins zwei drei." Oft ist es
abfällig gemeint, wenn ein Fußballer mit diesen Worten bedacht wird. 
Für Miroslav Klose im Spiel gegen Bielefeld können diese Worte aber 
als großes Kompliment und als Fazit seiner Leistung begriffen werden:
Mit unglaublicher Effizienz immer wieder die Hacke eingesetzt, spitze
gespielt und an eins, zwei, drei Toren beteiligt gewesen.
"Miro ist ein absoluter Weltklassestürmer, der in jeder Mannschaft
der Welt Stammspieler und Sturmführer wäre", sagte ein beeindruckter 
Mathias Hain, dessen Bewunderung ihn aber nicht hinderte, zusätzliche
Klose-Tore und ein Debakel für seine Arminia zu verhindern. Auch sein
Chef Thomas von Heesen wurde trotz Niederlage zum Klose-Fan: "Es 
klingt zwar komisch, wenn das der Gästetrainer sagt, aber so einem 
Spieler sieht man gern zu. Seine Leistung war brutal, absolut 
höchstes Niveau. Werder kann sich glücklich schätzen, Miro Klose in 
der Mannschaft zu haben."
Ja, Werder ist glücklich mit seinem Stürmer, der in den letzten 
drei Spielen vier Tore und zwei Vorlagen verbuchte und insgesamt auf 
schon wieder acht Saisontreffer kommt. Nach Verletzung, längerer 
Torflaute und müden WM-Beinen hatte sich Deutschlands Fußballer des 
Jahres zuletzt schon zahlenmäßig zurück gemeldet, gegen Bielefeld kam
wieder brillante Dominanz dazu.
Wobei sein Wert für Werders Spiel trotz des nicht ganz optimalen 
Verlaufs nach Saisonbeginn nie in Frage stand. Immer wieder hatte 
Trainer Thomas Schaaf Klose gelobt und seinen Einsatz und seine 
Mannschaftsdienlichkeit hervorgehoben. So auch heute: "Miro hat sehr 
eindrucksvoll gespielt, ihn zeichnen aber nicht nur seine Tore aus, 
sondern auch sein Blick für den Mitspieler." Wie bei seiner 
Sohlen-Weiterleitung auf Christian Schulz, wie sein Rückpass auf Hunt
beim 3:0 oder der geniale Hackentrick gegen zwei Gegenspieler kurz 
darauf, der jene düpierte und auch noch den Mitspieler in Position 
brachte. Tim Borowski, auch er wurde von Klose mehrfach schön frei 
gespielt, lobte seinen Nationalmannschaftskollegen: "Er besticht 
nicht nur durch seinen Tore, sondern auch durch sein kollegiales 
Verhalten und wie er die Bälle für andere auflegt." Auch Torsten 
Frings versicherte, dass Kloses Wert nicht nur an seinen Toren 
gemessen werden könne.
Man weiß, dass Bescheidenheit den 28-Jährigen nicht nur auf dem 
Platz auszeichnet. Seine Einschätzung zur gerade gezeigten Leistung 
kann man denn auch getrost als Untertreibung werten: "Sicher war es 
ein ordentliches Spiel von mir." Gleich der nächste Satz galt dem 
einzigen, was für Klose zählt: "Wichtig war, dass die Mannschaft gut 
agiert und bewiesen hat, dass sie auch zu Hause ordentlichen Fußball 
spielen kann." Dann aber doch ein kleiner Einblick in die Gefühlswelt
des Top-Stürmers: "Jeder weiß, dass ich versuche, immer alles für den
Verein zu geben. Heute hat es sehr gut geklappt, es hat mir Spaß 
gemacht. Es ist schön, bei Werder und in dieser Mannschaft zu 
spielen."
Bleibt noch die Frage, wem die Klopfer auf die Heldenbrust und die
geheimnisvollen Fingerzeichen galten. "Den Leuten, die mir wichtig 
sind", wollte Klose nur verraten, "bald ist Weihnachten, vielleicht 
löse ich es dann auf." Möglich, dass die Gesten Luan und Noah galten,
seinen Söhnen, die das Spiel live miterlebten. "Wenn sie im Stadion 
sind, fühle ich mich sehr wohl", sagte ihr Papa nur, lächelte und 
machte sich auf den Heimweg.
von Enrico Bach und Michael Rudolph

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