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Werder Bremen-Presseservice: Schiffsanleger am Weser-Stadion wird vor dem Bundesliga-Heimspiel am Sonntag, 08.11.2009 gegen Borussia Dortmund eingeweiht.

    Bremen (ots) - "Wo die Weser einen großen Bogen macht ...", gibt es ab Sonntag eine zusätzliche Attraktion für alle Fußball-Fans. Der neue Bootsanleger an der Westtribüne wird vor der Partie gegen Borussia Dortmund eingeweiht und schon voll in Betrieb genommen. Dann können bis zu 4.000 Anhänger den idyllischen, staufreien Wasserweg zum Weser-Stadion nehmen. Immerhin jeder zehnte Zuschauer könnte dann dort mit einem der sechs eingesetzten Schiffe anlegen und direkt vom Weser-Strand, nur 250 Meter Luftlinie zum Mittelkreis entfernt, auf seinen Platz pilgern. Zusteigen kann man ganz einfach am Martini-Anleger in der Bremer Innenstadt, am Einkaufszentrum Waterfront am Hafen (Pier 2) und in Vegesack. (Von Pier 2 und Vegesack aus, sind Reservierungen nötig.)

    Werders Vorsitzender der Geschäftsführung Klaus Allofs schwärmte am Freitag während einer Probefahrt mit Medienvertretern. "Damit geht ein Traum in Erfüllung. Wir haben oft am Fenster gestanden, auf die Weser geschaut und darüber gesprochen, dass man diese Möglichkeit viel besser nutzen müsste. Jetzt ist es soweit und es ist richtig schön. Ich habe mir gleich mal einen Fahrplan gesichert und hoffe, dass unsere Zuschauer meine Begeisterung teilen und das Angebot auch annehmen", so Allofs auf dem Außendeck der "Oceana", dem größten Schiff, das künftig mit bis zu 700 Gästen zum Stadion fahren wird.

    Auch Werders Geschäftsführer Manfred Müller ist zufrieden. "Dieses Projekt passt einfach zu uns. Wir haben dieses Stadion mitten in der Stadt. Bei uns kann man zu Fuß kommen, mit dem Rad oder jetzt auch mit dem Schiff hinfahren. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal, das Bremen allen Fußballfans anbieten kann, das woanders nicht besteht, wo die Stadien oft weit außerhalb der Städte liegen. Mit dem Weg auf dem Fluss entlasten wir auch den Verkehr auf dem Osterdeich. Außerdem wird das Image als 'grünes Stadion' gestärkt."

    Wieviel Fantasie in diesem Projekt steckt, das ab Sonntag Realität werden soll, schildert Dieter Stratmann, Geschäftsführer von Hal över: "Der neue Wasserweg bietet nicht nur Familien viele Chancen. Künftig wird ein Tagesausflug in Bremen noch attraktiver. Erst Einkaufen in der Innenstadt oder am Hafen und wer dann Lust auf Fußball hat, fährt direkt von dort ins Stadion, ohne Parkprobleme, ohne Stau, ein echtes Erlebnis. Auf den Schiffen laufen Fernseher, auf denen man auf der Rückfahrt ganz entspannt die 'Sportschau' sehen kann. Außerdem gibt es ein gutes gastronomisches Angebot. Wir hoffen, dass wir in naher Zukunft vielleicht noch weitere Schiffe dazubekommen und auch Bremerhaven anbinden können." Dass die Nachfrage für die Weser-Touren zu Werder besteht, sieht Stratmann optimistisch: "Wir bieten jetzt schon die Möglichkeit 'Park & Ship' an und registrieren pro Spieltag bis zu 2000 Fans, die diesen Anfahrtsweg für 2 Euro gerne nutzen."

    Die Fahrten müssen zwar künftig noch von den Fans bezahlt werden (Hin- und Rückreise Martini-Anleger 3 EUR, Pier 2/Waterfront 5 EUR und Vegesack 8 EUR), doch die Verhandlungen laufen, die Touren in den VBN-Tarif einzugliedern, sodass die Anhänger bereits mit dem Kauf der Werder-Eintrittskarte die Reisemöglichkeit nutzen können. "Wir hoffen auf ein positives Ergebnis der Gespräche. Das wäre eine sinnvolle Ergänzung", so Dr. Heiner Heseler, der als Staatsrat beim Senator für Wirtschaft und Häfen maßgeblich an der Finanzierung des Projekts mitgewirkt hat. "Hier wurden aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung 290.000 Euro investiert. Das ist kein Luxusprojekt, sondern eine wichtige Stärkung des Wirtschaftsstandortes Bremen, in dem Werder ein bedeutender Faktor ist", so Heseler.

    Die Umsetzung erfolgte blitzschnell. Die Planungsphase für das Projekt dauerte nur drei Monate, fünf Wochen die bauliche Umsetzung, durch eine Bremer Firma. Ab Sonntag wird der Startschuss gegeben. Um 16 Uhr, also 90 Minuten vor Anpfiff zum Bundesliga-Spiel gegen Borussia Dortmund soll das Band in einem kleinen festlichen Rahmen durchtrennt werden und die ersten Fans anlegen.

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