DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
DFS modernisiert Funknavigationsanlagen – Beitrag zum Ausbau der Windenergie in Deutschland
Pressemitteilung
Langen, 11. Februar 2026
DFS modernisiert Funknavigationsanlagen – Beitrag zum Ausbau der Windenergie in Deutschland
Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH hat ein bedeutendes Modernisierungsprojekt planmäßig umgesetzt: Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) wurden vier ältere CVOR-Funknavigationsanlagen erfolgreich durch weniger störanfällige DVOR-Anlagen ersetzt. Diese Navigationsanlagen reagieren weniger empfindlich auf Windenergieanlagen, was den weiteren Ausbau der Windenergie in Deutschland erleichtert.
Exponierte Standorte wie Bergkuppen oder Anhöhen sowie Freiflächen bieten ideale Bedingungen für flugsicherungstechnische Anlagen für Kommunikation, Navigation und Ortung. Windkraftanlagen profitieren von den gleichen Standortbedingungen und können diese Anlagen teilweise stören.
Nach technischer und betrieblicher Freigabe sind nun alle robusten Navigations-anlagen in Nürnberg, Köln/Bonn, Düsseldorf und Nienburg in Betrieb. Für die Standorte Frankfurt am Main, Rügen und Magdeburg ist keine Umrüstung mehr erforderlich. Dort wurden die VOR-Komponenten abgeschaltet und stattdessen sind die weniger störanfälligen DME-Anlagen (Distance Measuring Equipment) in Betrieb.
Die Erneuerung der vier Navigationsanlagen wurde durch das BMWE finanziert und durch die DFS im Zeitraum Mitte 2021 bis Ende 2025 Mittel umgesetzt. Die Umrüstung der Anlagen an den Standorten Nürnberg, Köln/Bonn, Düsseldorf und Nienburg wurde planmäßig abgeschlossen.
Im Detail:
Funknavigationsanlagen sind Bodenstationen, die über Funksignale Luftfahrzeugen die Navigation ermöglichen. Zu ihnen gehören auch Drehfunkfeuer. In Luftfahrzeugen werden die Signale von Drehfunkfeuern in Empfängern verarbeitet und als Richtungsinformationen zur Verfügung gestellt. Es gibt Anlagen vom Typ Conventional-VOR und Anlagen vom Typ Doppler-VOR („CVOR“ bzw. „DVOR“).
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Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit rund 5.800 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2025). Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die rund 2.200 Fluglotsinnen und Fluglotsen leiten in Spitzenjahren mehr als drei Millionen Flüge durch den deutschen Luftraum, täglich bis zu 10.000. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Bremen, Karlsruhe, Langen und München sowie Tower an den 15 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland. Die Tochtergesellschaft DFS Aviation Services GmbH vermarktet flugsicherungsnahe Produkte und Dienstleistungen und ist für die Flugverkehrskontrolle an neun deutschen Regionalflughäfen sowie am Flughafen Edinburgh verantwortlich. Die DFS arbeitet maßgeblich an der Integration von Drohnen in den Luftverkehr und hat mit der Deutschen Telekom das Joint Venture Droniq GmbH gegründet. Das Tochterunternehmen R. Eisenschmidt GmbH vertreibt Publikationen und Produkte für die Allgemeine Luftfahrt, die Kaufbeuren ATM Training (KAT) bildet militärisches Flugsicherungspersonal aus, und das Joint Venture FCS Flight Calibration Services bietet Flugvermessungsdienstleistungen an. www.dfs.de