Hanns-Seidel-Stiftung

PM 35/18 Franz Josef Strauß-Preis an den rumänischen Staatspräsidenten Klaus Werner Iohannis

Ministerpräsident Markus Söder mit Preisträger Klaus Werner Iohannes, Angelika Niebler, Barbara Stamm und Mannfred Weber kurz nach der Übergabe des Preises.
Ministerpräsident Markus Söder mit Preisträger Klaus Werner Iohannes, Angelika Niebler, Barbara Stamm und Mannfred Weber kurz nach der Übergabe des Preises.
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- Rumäniens Staatspräsident Iohannis erhält Auszeichnung der Hanns-Seidel-Stiftung - Würdigung seiner Verdienste für freiheitliche Demokratie, Etablierung der Werte der EU in Rumänien und Kampf gegen Korruption und für mehr Rechtsstaatlichkeit

München, 02. Juni 2018 - Der rumänische Staatspräsident Klaus Werner Iohannis hat am heutigen Samstag den Franz Josef Strauß-Preis der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) erhalten. Mit der Auszeichnung würdigt die CSU-nahe Stiftung die Verdienste des 58-jährigen rumänischen Staatsoberhauptes für freiheitliche Demokratie und zukunftsweisende Mitgestaltung seines Landes. Außerdem ehrte die HSS die Etablierung der Werte der Europäischen Union in Rumänien und seinen Kampf gegen Korruption und für mehr Rechtsstaatlichkeit.

Die HSS-Vorsitzende Prof. Ursula Männle sagte beim feierlichen Festakt in der in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz bei ihrer Begrüßung der rund 400 geladenen Gäste: "Der rumänische Staatspräsident Klaus Werner Iohannis verbindet in seiner Person und Politik Patriotismus und Europäertum in vorbildlicher Weise. Auch Franz Josef Strauß war Patriot und Europäer. Sein Dictum "Europa ist unsere Zukunft" gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch für Rumänien. Durch das engagierte Wirken von Klaus Werner Iohannis rückt Rumänien mehr in die Mitte Europas."

Ministerpräsident Dr. Markus Söder stellte fest: "Der rumänische Staatspräsident Klaus Werner Iohannis ist ein würdiger Preisträger des Franz Josef Strauß-Preises. Seinem Einsatz ist es maßgeblich zu verdanken, dass Rumänien eine sehr positive Entwicklung hin zu mehr Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und einer Stärkung der Bürgerrechte erlebt. Wir wollen ein Europa des Friedens und des Zusammenhalts, ohne dabei unsere Traditionen und Werte zu vernachlässigen."

"Mit der Verleihung des Franz-Josef-Strauß-Preises erinnern wir an Franz Josef Strauß, den Schöpfer des modernen Bayern: bodenständig und zugleich weltoffen und weltgewandt. Der diesjährige Preisträger Klaus Iohannis, rumänischer Staatspräsident, ist ihm in vielem ähnlich: mutig, aufrichtig und volksnah verändert er das Gesicht Rumäniens und modernisiert sein Land", sagte die stellvertretende CSU-Parteivorsitzende und Vorsitzende der CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, Angelika Niebler, in ihrer Rede.

Der stellvertretende CSU-Parteivorsitzende und Vorsitzende der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Manfred Weber, sagte bei der Preisverleihung: "In den kommenden Jahren entscheidet sich, in welche Richtung Europa in Zukunft gehen wird. Wir stehen für ein Europa der Menschen und des Miteinanders, ohne neue Spaltungen zwischen Ost und West, Nord und Süd. Klaus Iohannis verkörpert als Brückenbauer genau diesen Weg."

Die Laudatio hielt die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Barbara Stamm, die eine besondere Beziehung zu Rumänien hat. Seit Anfang der 90er Jahre ist sie in der Bayerischen Kinderhilfe Rumänien engagiert. Im Laufe der Zeit hat sich auch eine gute, persönliche Beziehung zum Preisträger, Staatspräsident Iohannis, entwickelt: "Die heutige Preisverleihung soll ein weithin sichtbares Zeichen der Anerkennung sein. Und es soll Ihnen und anderen Mut machen, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzugehen, auf dem Weg von Recht, Demokratie und Freiheit - gegen Unrecht und Bestechlichkeit. Der Bestechlichkeit haben Sie von Anfang an den Kampf angesagt, haben auf die Unabhängigkeit der Justiz gepocht und die Rechtsstaatlichkeit in Rumänien gefördert. Wenn es Versuche gibt, den Rechtsstaat anzugreifen, melden Sie sich zu Wort, wohlüberlegt, mahnend und glaubwürdig", sagte Stamm. Als Geheimnis von Präsident Iohannis' Erfolg machte die Landtagspräsidentin aus, dass die Menschen seine Geradlinigkeit und Zuverlässigkeit spürten. Die deutsch-rumänischen und die bayerisch-rumänischen Beziehungen seien mit Klaus Werner Iohannis auf eine neue, vertrauensvolle Ebene gehoben worden.

"Die Lösung liegt bei uns allen und besteht darin, uns auf den Weg der Solidarität und Eintracht zu begeben, in einer pragmatischen und glaubwürdigen Art und Weise", sagte Klaus Werner Iohannis in seiner Erwiderung auf die Laudatio. "Wichtig ist, dass die Europäische Union ihre Werte und Grundsätze ehrlich bewahrt und den richtigen Weg findet, näher an ihren Bürgerinnen und Bürgern zu sein, um deren Sicherheit und Wohlstand garantieren zu können.

Ein pragmatisches europäisches Projekt, unter diesen Voraussetzungen, ist jener Weg den wir gehen müssen, um ein wohlhabendes, starkes und sicheres Europa zu bewahren. Rumänien ist überzeugt, dass den Abspaltungstendenzen, die wir leider heute innerhalb der Union sehen, nur durch die Einigkeit der Mitgliedsstaaten entgegengewirkt werden kann.

Die Rumänen glauben fest an das europäische Projekt sowie an dessen Fähigkeit, Demokratie und Wohlstand der europäischen Bürger zu sichern.

Wie meine Mitbürger vertraue ich auch der Kraft des europäischen Projekts. Ich bin davon überzeugt, dass durch Dialog und enge Zusammenarbeit die Europäische Union gestärkt aus dieser Zeit, in der sie verschiedenen Härtetests ausgesetzt ist, hervorgehen wird."

Das Preisgeld von 10.000 EUR hat Staatspräsident Iohannis der gemeinnützigen Stiftung "Ein Kind, eine Hoffnung" (UCOS, www.ucos.ro), die einen Beitrag zur Einhaltung der Rechte des Kindes und der Familie in Rumänien leistet, gespendet.

Der Franz Josef Strauß-Preis

Seit 1996 wird der Preis an Persönlichkeiten für "hervorragende Leistungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, Kunst und Kultur" verliehen, die sich für Frieden und Freiheit sowie Recht und Demokratie eingesetzt haben.

Zu den bisherigen Preisträgern zählten u.a. Helmut Kohl, Roman Herzog, Jean-Claude Juncker, George Bush sen. und seit 2015 auch der Schriftsteller Reiner Kunze.

Hanns-Seidel-Stiftung
Thomas Reiner
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