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Aktion Deutschland Hilft e.V.

Libanon und Gaza: Brüchige Waffenruhe erschwert humanitäre Hilfe
Bündnisorganisationen von "Aktion Deutschland Hilft" leisten unter erschwerten Bedingungen Nothilfe für Hunderttausende

Libanon und Gaza: Brüchige Waffenruhe erschwert humanitäre Hilfe / Bündnisorganisationen von "Aktion Deutschland Hilft" leisten unter erschwerten Bedingungen Nothilfe für Hunderttausende
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Bonn (ots)

Die humanitäre Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter dramatisch zu. Millionen Menschen sind von Gewalt, Vertreibung und dem Zusammenbruch grundlegender Versorgungssysteme betroffen. Besonders im Libanon verschärfen sich die Auswirkungen der andauernden Eskalation zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah und führen zu einer tiefen Wirtschafts- und Ernährungskrise. Organisationen aus dem Bündnis "Aktion Deutschland Hilft" unterstützen die betroffene Bevölkerung mit lebenswichtiger Nothilfe - im Libanon ebenso wie im Gazastreifen. "Die Menschen im Nahen Osten erleben derzeit eine Mehrfachkrise: bewaffnete Gewalt, massive Vertreibung und fehlender Zugang zu medizinischer Versorgung, sauberem Wasser und Nahrungsmitteln", sagt Maria Rüther, Hauptgeschäftsführerin von "Aktion Deutschland Hilft". "Unsere Bündnisorganisationen und ihre lokalen Partner leisten weiterhin lebensrettende Nothilfe - obwohl sie immer wieder selbst ins Fadenkreuz militärischer Auseinandersetzungen geraten", so Rüther.

Libanon: Hunger bedroht Vertriebene und aufnehmende Gemeinden

Im Libanon haben die gewaltsamen Auseinandersetzungen Hunderttausende Menschen zur Flucht innerhalb des Landes gezwungen. Viele suchen Schutz in Schulen, bei Verwandten oder in provisorischen Unterkünften - oder leben erzwungenermaßen in ihren Autos. Die angespannte soziale und wirtschaftliche Lage verschärft die Not sowohl für Geflüchtete als auch für aufnehmende Gemeinden. Die Folge: Kinder, Frauen und Männer haben nicht mehr genug zu essen. "Man merkt sehr deutlich, dass sich die Ernährungssituation im Libanon weiter zugespitzt hat. Die anhaltenden Luftangriffe und immer neuen Evakuierungsanordnungen haben dazu geführt, dass rund eine Million Menschen weiterhin vertrieben sind und kaum verlässlichen Zugang zu Nahrung haben", sagt Franziska Jörns, humanitäre Koordination bei CARE Deutschland. "Gleichzeitig verschärfen steigende Preise, zerstörte Infrastruktur und unterbrochene Lieferketten die Lage zusätzlich. Für viele Menschen geht es aktuell schlicht darum, von Tag zu Tag zu überleben." Weitere Organisationen aus dem Bündnis sind vor Ort aktiv und leisten umfassende Nothilfe. Dazu gehören die Verteilung von Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Hygieneartikeln, die Unterstützung mit Notunterkünften sowie medizinische Basisversorgung - auch für besonders vulnerable Gruppen wie Kinder, Senioren und Menschen mit Behinderungen. Zudem werden psychosoziale Angebote im Libanon ausgeweitet. Auch in Israel unterstützen Projekte aus dem Bündnis weiterhin die durch andauernde Gewalt traumatisierten Menschen.

Medizinische Hilfe und Schutz für Zivilbevölkerung

Ein besonderer Fokus liegt auf der Gesundheitsversorgung. Mobile medizinische Teams unterstützen bestehende Einrichtungen und erreichen Menschen, die keinen Zugang mehr zu regulärer Versorgung haben. "Zugänge - vor allem in den Süd-Libanon - sind unsicher oder unterbrochen, wodurch die Verteilung von medizinischen Hilfsmitteln, Reha Angebote oder die Gefahren-Aufklärung vor Minen und Blindgängern immer wieder angepasst werden müssen oder erst sehr verzögert durchgeführt werden können", sagt Thomas Hermann-Richter, Referent internationale Programme bei Handicap International. "Trotzdem gelingt es uns, wichtige Hilfsmaßnahmen aufrechtzuerhalten - etwa durch mobile Einsätze in Notunterkünften. Doch wir erreichen längst nicht alle, die dringend Hilfe brauchen." Weitere Bündnisorganisationen kümmern sich um Trinkwasserversorgung, Sanitär- und Hygienemaßnahmen sowie um Bargeldhilfen, damit Familien dringend benötigte Güter selbst beschaffen können.

Gazastreifen: Gesundheitsangebote für Menschen in Not

Auch im Gazastreifen bleibt die humanitäre Situation äußerst angespannt. Die Johanniter leisten mit ihren Partnern an insgesamt dreizehn Standorten umfassende medizinische Hilfe: Von Impfungen über Mutter-Kind-Versorgung, basismedizinische Versorgung, Augenheilkunde bis zur Behandlung von Mangel- und Unterernährung versorgen die Teams rund 92.000 Patientinnen und Patienten pro Monat. Gerade erst konnte mit dem "Al Tayeb Gesundheitszentrum" in Jabalia (Nord-Gaza), ein weiteres Zentrum eingeweiht werden. Bereits im Dezember wurde das "Sheikh-Radwan-Krankenhaus eröffnet. In beiden Einrichtungen zusammen werden nun täglich rund 1.300 Menschen behandelt. "Mit dem Ausbruch des Irankrieges hat sich die öffentliche Aufmerksamkeit von Gaza abgewandt, obwohl die humanitäre Lage weiterhin dramatisch ist. Die Luftangriffe durch Israel werden fortgesetzt und humanitäre Hilfe wird weiterhin blockiert", sagt Sophia Buller, Länderbüroleiterin der Johanniter für den Nahen Osten. "Unter diesen Umständen ist die Eröffnung des Al-Tayeb-Gesundheitszentrums umso wichtiger, da es dazu dienen wird, lebensrettende medizinische Versorgung in einem Gebiet bereitzustellen, in dem kaum Gesundheitsdienste zur Verfügung stehen."

An die Redaktionen: Wir vermitteln Ihnen gerne Gesprächs- und Interviewpartner:innen zur humanitären Lage in Nahost.

Mehr über die Hilfe der Bündnisorganisationen erfahren Sie hier.

"Aktion Deutschland Hilft", Bündnis der Hilfsorganisationen, bittet um Spenden für die Nothilfe Nahost.

Spenden-Stichwort: Nothilfe Nahost

IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (SozialBank)

Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

Kurzprofil Aktion Deutschland Hilft e.V.

"Aktion Deutschland Hilft" ist das 2001 gegründete Bündnis renommierter deutscher Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Die mehr als 20 beteiligten Organisationen führen ihre langjährige Erfahrung in der humanitären Hilfe zusammen. Über den Zusammenschluss von "Aktion Deutschland Hilft" koordinieren die beteiligten Organisationen ihren Einsatz, sodass vor Ort keine Überschneidungen oder Versorgungslücken entstehen - und die Menschen im Katastrophengebiet die bestmögliche Hilfe erhalten. Unter einem gemeinsamen Spendenkonto ruft das Bündnis zu solidarischem Handeln und Helfen im Katastrophenfall auf. "Aktion Deutschland Hilft" hat sich zum verantwortungsvollen Umgang mit Spenden verpflichtet und ist unter anderem zertifiziertes Mitglied im Deutschen Spendenrat. Über Einsatz und Wirkung der Spendengelder informiert das Bündnis in den jährlichen Finanzberichten: https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/wir-ueber-uns/finanzen/

Pressekontakt:

Aktion Deutschland Hilft e.V.
Tel.: 0228/ 242 92 - 222
Fax: 0228/ 242 92 - 199
E-Mail: presse@aktion-deutschland-hilft.de
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