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Lausitzer Rundschau: Lage auf dem Ausbildungsmarkt entspannt sich Hinter den Zahlen

    Cottbus (ots) - Die gute Konjunktur ist auf dem Ausbildungsmarkt angekommen und führt dort zu einer Entlastung. Das hat allerdings auch demografische Gründe: Weil weniger junge Menschen "nachwachsen", sinkt insgesamt die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen. Doch steigt auch das Angebot. Nur geschieht das mit kräftiger Unterstützung des Staates: Zwar bereiten die Betriebe immer noch 80 Prozent aller Azubis auf den Beruf vor, aber die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze steigt bei weitem nicht so schnell wie bei den außerbetrieblichen Einrichtungen. Doch macht es gerade die weltweit gerühmte Dualität der beruflichen Bildung in Deutschland aus, dass die Theorie in der Berufsschule und die Praxis parallel in den Betrieben vermittelt wird. So werden die Facharbeiter ausgebildet, die wesentlich zum guten Ruf deutscher Waren im Ausland beitragen. Überbetriebliche Ausbildung in Einrichtungen der Länder etwa ist besser als nichts, aber auf dem späteren Arbeitsmarkt eben nur zweite Wahl. Es gilt also, mehr Unternehmen zu mehr Ausbildung zu motivieren. Nur ein gutes Fünftel aller Betriebe bildet überhaupt aus. Im großen Rest finden sich sicher Schmarotzer, die statt auszubilden lieber Facharbeiter von anderen mit großem Geld abwerben. Es mag auch viele Kurzsichtige geben, die nicht ausbilden, wenn sie keinen Bedarf sehen und bei guter Konjunktur plötzlich feststellen, dass Fachkräfte fehlen. Sie werden hoffentlich vom Markt bestraft, wenn ihnen mangels guten Personals Aufträge durch die Lappen gehen.

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