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Der Hollywoodstar im exklusiven TELE 5-Interview: Kirsten Dunst will die Menschen zum Weinen bringen// Tele 5 zeigt: Mi, 2. Juni, 20.15 Uhr Kirsten Dunst in 'Gnadenlos Schön'

Gnadenlos Schön: Wer schön sein will, muss sich auch zum Affen machen können. Amber (Kirsten Dunst) ist eine von sechs Kleinstadtgören, die unbedingt Schönheitskönigin werden wollen. Abdruck honorarfrei bei Sendehinweis auf Tele 5 bis 2 Tage nach Ausstrahlung. Verwendung nur mit Copyrightvermerk.

München (ots) - TELE 5: Wir sprechen miteinander beim Filmfestival von Cannes. Diesmal sind Sie hier nicht als Schauspielerin, sondern als Regisseurin...

Kirsten Dunst: Ja, ich habe einen Kurzfilm gedreht, und die haben ihn tatsächlich genommen. Toll nicht? Filme werden schließlich dafür gemacht, dass man sie zusammen ansieht. Nicht auf DVD, sondern im Kino und auf Festivals. Wenn man sich mit anderen Leuten zusammen konzentriert, dann spürt man, dass man ein Mensch ist.

Ihr Film 'Bastard' ist ziemlich wild.

Ich mag Ungewöhnliches. Ich mag es zu spielen, zu experimentieren. Ich finde, das Kino hat ungemeine Möglichkeiten, es ist immer noch die schönste Kunst. Aber es reizt seine Möglichkeiten viel zu wenig aus.

Das klingt, als würden Sie in Zukunft nur noch Regie führen?

Keine Sorge! Ich bin gut mit Aufträgen eingedeckt. Gerade hat mich Lars von Trier für seinen Film 'Melancholia' verpflichtet. Selber Regie zu führen, war aber eine willkommene Abwechslung. Ich werde das sicher wiederholen. Die Rollen, die man mir anbietet, sind nicht immer spannend. Das ist auch der Grund, warum ich mit europäischen Regisseuren wie Lars von Trier drehe. Man kann da zwar nicht so viel Geld verdienen, aber die Arbeit befriedigt viel mehr. Ich langweile mich beim Lesen von Hollywood-Drehbüchern. Das ist alles ungemein konventionell und voller Klischees. Daher schreibe ich selbst Figuren, wie ich sie gern spielen würde.

Wie suchen Sie sich denn Ihre Filmrollen aus?

Möglichst solche, bei denen ich nicht sicher bin, ob ich sie wirklich spielen kann. Ich brauche eine Portion Risiko als Impuls, mich auf eine neue Figur einzulassen. Wie gesagt: Die Auswahl an guten Stoffen ist begrenzt. Aber warum wird man Schauspieler? Weil wir Geschichten erzählen wollen. Damit haben sich die Menschen schon am Lagerfeuer unterhalten. Darum bewundert man Schauspieler seit Urzeiten. Ich will dass die Menschen lachen und weinen und dass ich dafür die Ursache bin.

Was ist Ihre Methode, um eine Rolle gut zu spielen?

Man muss ein guter Beobachter sein. Das Geheimnis vor der Kamera ist: einfach da zu sein. Bloß nicht zu viel machen, außer in ganz bestimmten Momenten. Wie ein Koch, der mal ein kleines Frühstück zubereitet, und dann wieder ein tolles Abendessen für 15 Leute. Am Ende ist alles kochen! (lacht)

Und wie geht es Ihnen privat?

Sehr gut. Das sehen Sie doch. Glauben Sie bloß nicht alles, was in der Zeitung steht.

Interview: Rüdiger Suchsland

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